Unfallstatistik 2009 - wenige Kinder tragen Fahrradhelm

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Altötting - Im Dienstbereich der Polizeiinspektion Altötting ist die Zahl der Unfälle leicht gestiegen. Auffällig war, dass sich nur wenige Kinder mit einem Fahrradhelm schützen.

Seit drei Jahren läuft in Bayern die Verkehrssicherheitsaktion „Sicher und Fair im Straßenverkehr“. Gerade in den letzten zwei Jahren ist die Zahl der Verkehrstoten in Bayern um 23 Prozent zurückgegangen.

Insgesamt ereigneten im Landkreis Altötting im letzten Jahr 2579 Verkehrsunfälle, was im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg von 1,94 % bedeutet. Davon kam es leider bei 11 Verkehrsunfälle zu insgesamt 18 Verkehrstoten (im Vgl. zum Vorjahr: 10). Die Hauptgruppe der Verunglückten befand sich im Alter von 18-24 Jahren (8 Personen).  

Jedem Landkreisbürger ist noch der schreckliche Geisterfahrerunfall mit 5 Toten auf der A 94 bei Winhöring im Gedächtnis. Positiv ist zu vermerken, dass bei fast gleichbleibender Anzahl der Verkehrsunfälle sich knapp 10 Prozent weniger Verkehrsunfälle mit Personenschaden ereigneten.

Die Anzahl der Schwerverletzten ging um 7 Prozent zurück. Im Bereich der Polizeiinspektion Altötting gab es sogar 31 Prozent weniger Schwerverletzte. Die Zahl der Kleinunfälle mit geringfügiger Verkehrsordnungswidrigkeit stieg hingegen um 6,5 % an.

Die häufigsten Ursachen für Unfälle waren Fehler beim Abbiegen/Wenden/ Rückwärtsfahren/Ein- und Anfahren, Nichtbeachten der Vorfahrt, nicht angepasste Geschwindigkeit und falsche Fahrbahnbenutzung/ Nichtbeachten des Rechtsfahrgebotes.

Bei der Betrachtung der Hauptunfallursache ist positiv anzumerken, dass die Zahl der Verkehrsunfälle mit Ursache Alkoholeinfluss beim Fahrzeugführer/ Fußgänger von 80 (2008) auf 57 gesunken ist. Auch die Zahl der Unfälle durch Nichtbeachten der Vorfahrt ist von 253 auf 214 gesunken.

Die unfallstärksten Monate des Berichtjahres waren Mai (244), Juli (256) und Oktober (228).

Zum Thema "Unerlaubtes entfernen vom Unfallort" ist zu sagen, dass es mit  431 Fällen noch viele gibt, aber im Vergleich zu den Vorjahren die Anzahl schon gesunken ist (2008: 453; 2007: 452)

Die Anzahl der Wildunfälle ist mit 787 im Vergleich zum Jahr 2008 mit 760 angestiegen. Während die Unfälle im PI-Bereich Altötting zum Vorjahr um 41 gesunken sind, kam es im PI-Bereich Burghausen zu einem enormen Zunahme von 43 Unfällen.

Besonders bei der Sicherheit von Jugendlichen und Kindern auf dem Fahrrad gibt es eine negative Tendenz zu verzeichnen. Bei den 33 Verkehrsunfällen an denen radfahrende Kinder und Jugendliche beteiligt waren gab es 10 Schwerverletzte. Von diesen 10 hat bedauernswerterweise nur einer einen Helm getragen. Von den insgesamt 33 Unfällen gab es leider nur 7 Helmträger! 

Die Sicherheit im Straßenverkehr wird weiterhin für die Polizei in unserem Landkreis ein zentrales Thema im Rahmen der polizeilichen Aufgabenerfüllung darstellen.

Pressemeldung Polizei Altötting

Rubriklistenbild: © dpa

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