Flucht aus Drogen-Therapie: Sechs Monate Haft

Altötting - Der 37-jährige Mann war bereits verurteilt und bekam Straferlaß, wenn er einen therapeutischen Drogenentzug macht. Doch aus diesem ist er geflüchtet - bis die Polizei ihn fand.

Am 11. Juli konnten in den frühen Abendstunden Beamte der Zivilen Einsatzgruppe Traunstein einen mit Haftbefehl gesuchten 37-jährigen Wohnsitzlosen im Stadtgebiet von Altötting festnehmen. Gegen den Wohnsitzlosen erließ die Staatsanwaltschaft Traunstein Anfang Juni 2014 einen Haftbefehl.

Der Mann war bereits im Januar 2013 wegen Verstoßes nach dem Betäubungsmittelgesetz zu einer 10-monatigen Haftstrafe verurteilt worden. Ihm wurde jedoch Straferlaß gewährt, wenn er einen therapeutischen Drogenentzug erfolgreich abschließt. Diese Therapie hielt der 37-jährige nur einige Monate durch, flüchtete aus der Therapieeinrichtung und tauchte unter. Daraufhin erließ die Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl.

Der Mann wurde nach aufwendigen Ermittlungen der Zivilen Einsatzgruppe Traunstein von den Beamten in Altötting „aufgespürt“. Er war gerade dabei, mit einigen Freunden bei Getränken, Gitarre und Gesang in einem Park zu feiern. Als sich die Zivil-Beamten zu erkennen gaben, zeigte er sich völlig überrascht - der Gesang und das Gitarrespielen verstummte. Der Gesuchte ließ sich widerstandslos festnehmen, äußerte jedoch, dass die Beamten nun seine „Chill-Party“ völlig kaputt gemacht hätten.

Betäubungsmittel wurden weder bei dem Festgenommen noch bei der „Party“ gefunden. Der Wohnsitzlose wurde noch am Abend in die JVA Bernau eingeliefert. Dort muss er jetzt eine sechs-monatige Haftstrafe absitzen - zunächst ohne seine Gitarre, die ließ er bei seinen Bekannten zurück.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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