Polizei sucht jetzt Geschädigte in Neuötting

Wer ist "taubstummen" Bettlern auf den Leim gegangen?

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So sahen die Spenderlisten aus.

Neuötting - Die Masche ist oft die gleiche: Betrüger geben sich als taubstumm aus und sammeln Geld - in Neuötting hatten vier Rumänen nun auch Listen dabei, in die sich die Spender eintragen sollten.

Bei einer verdachtsunabhängigen Verkehrskontrolle des Einsatzuges Traunstein am 28. Oktober 2015 in der Neuöttinger Bahnhofstraße konnten bei vier jungen rumänischen Staatsbürgern Spendenlisten eines „regionalen Verbundes für Taubstumme und körperlich behinderte Personen und für die armen Kinder“ aufgefunden werden. Komisch war, dass alle vier Rumänen sehr gut sprechen und auch hören konnten. Auf den Listen waren die Namen der Spender samt Wohnort vermerkt.

So sahen die Spenderlisten aus.

Somit konnte nach eigenen Recherchen ein Spender ausfindig gemacht werden. Dieser bestätigte, dass die Spendensammler vorgaben, selbst taubstumm zu sein. Zudem ist polizeilich bekannt, dass es den Verbund auf den Listen überhaupt nicht gibt. Auf Grund dieser Erkenntnisse wurden die Listen, sowie ein mitgeführter dreistelliger Eurobetrag sichergestellt. Der Staatsanwaltschaft Traustein wird eine Anzeige wegen Betruges vorgelegt.

Des Weiteren ergaben sich Erkenntnisse, dass die Spendensammler auf dem Lidl Parkplatz in Altötting ihre Spenden eintreiben wollten. Der Einsatzzug der Polizei in Traunstein bittet nun dringend darum, dass sich weitere Spender melden, die sich im Raum Alt- und Neuötting in die Listen eingetragen haben und Geld spendeten, Telefonnummer 0861/9873205.

Pressemitteilung OED Traunstein

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