Der Dolmetscher gab auf

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Mühldorf - Weil ein Ungar keinen gültigen Führerschein dabei hatte, musste er mit zur Vernehmung. Dabei sorgte er für reichlich Verwirrung - auch beim Dolmetscher.  

Auf der A94 bei Mühldorf hielten die Schleierfahnder aus Burghausen einen Audi mit deutschem Kennzeichen an. Bei der Kontrolle zeigte der 23-jährige Fahrer einen internationalen Führerschein vor, der nach seiner Ansicht als Dokumentation seiner Fahrerlaubnis ausreichen würde. Während der Kontrolle gab er dann zu verstehen, dass er seinen nationaler ungarischer Führerschein aus unerfindlichen Gründen nach Ungarn geschickt habe.

Die weiteren Ermittlungen der Schleierfahnder gegen den im Landkreis Mühldorf wohnhaften Mann ergaben, daß ihm im Januar diesen Jahres die Fahrerlaubnis in Ungarn entzogen worden war. Um weiter unbehelligt fahren zu können, ließ er sich vor Abgabe seines Führerscheins in Ungarn noch den bei der Kontrolle vorgezeigten internationalen Führerschein ausstellen. Die Beamten trafen tags darauf den Mann in Mühldorf an und wollten ihn mittels eines Landsmanns als Dolmetscher vernehmen.

Dabei machte der uneinsichtige Mann so widersprüchliche Angaben, daß der freiwillige Dolmetscher mitten in der Vernehmung seine Dienste abbrach. Nach seinen Worten konnte er nicht mit mehr seinem Gewissen vereinbaren, die Angaben des Mannes zu übersetzten. Nach einem weiteren Vernehmungversuch mit einem neuen Dolmetscher werden die Beamten den Vorgang an die Staatsanwaltschaft Traunstein weiterleiten.

Pressemeldung Polizeistation Fahndung Burghausen

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