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Erfolg für die Polizei Mühldorf

Drei komplexe Graffitiserien mit mehreren Tausend Euro Sachschaden aufgeklärt – und ein Molotow-Wurf

Der Polizei ist die Aufklärung dreier komplexer Graffitiserien im Landkreis Mühldorf am Inn gelungen.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Mühldorf a. Inn/Ampfing/Mößling – Vom frühen Nachmittag bis in den Abend des 18. Dezember 2021 hielt sich eine Gruppe zunächst unbekannter Kinder im Stadtbereich Mühldorf a. Inn sowie am Bahnhof Ampfing auf und beschädigte dort diverse Wände mit Graffitischmierereien. Insgesamt wurden Wände an 27 unterschiedlichen Örtlichkeiten „verziert“. Ein Tatzusammenhang ließ sich aus den stets gleich verwendeten „Tags“ ableiten. Der durch die Schmierereien entstandene Sachschaden beläuft sich auf etwa 4000 Euro.

Nach diversen und äußerst intensiven Ermittlungen im Jugend - sowie Social-Media-Bereich konnten die Taten insgesamt drei Kindern aus dem Gemeindebereich Ampfing zugeordnet werden. Die Täter im Alter zwischen 12 und 13 Jahren hatten bei ihrer Tour den spontanen Entschluss zu den Sachbeschädigungen gefasst.

Ermittlungserfolg führt Beamte auf weitere Spur: Aufklärung von Molotow-Wurf in Mühldorf

Durch die laufenden Ermittlungen ließ sich zudem eine weitere Straftat nach dem Waffengesetz aufklären: In der Gruppe der drei Kinder bewegten sich auch mehrere Jugendliche aus Mühldorf a. Inn. Ein 14-jähriger Mühldorfer fasste kurzerhand den Entschluss, einen selbstgebauten Molotowcocktail auf eine Straße nahe dem Bahnhof zu werfen. Beim Aufprall auf den Asphalt entfachte sich eine Stichflamme. Da sich keine unbeteiligten Personen in unmittelbarer Nähe befanden, wurde glücklicherweise niemand verletzt. Nach dem Wurf flüchteten alle Mitglieder der Gruppe in unterschiedliche Richtungen.

Bei Eintreffen der Streifenbesatzung der Polizei Mühldorf kurze Zeit später, konnten zwei nach Luft ringende Jugendliche angetroffen werden. In den anschließenden Ermittlungen stellte sich heraus, dass es sich bei einem der Jungs um den Täter handelte, welcher kurz zuvor ebenfalls davongelaufen war, jedoch aus Neugier wieder an den Tatort zurückkehrte.

Bei einem solchen Molotowcocktail handelt es sich gemäß dem Waffengesetz um einen verbotenen Gegenstand. Sämtlicher Umgang mit einem solchen Gegenstand ist gesetzlich untersagt und ist strafbar.

Hinweise helfen bei weiterem Graffiti-Fall: Weitere Gruppe von Kindern dingfest gemacht

Die intensiven Ermittlungen in diesem Fall brachten zusätzlich Hinweise, welche zur teilweisen Aufklärung einer weiteren Graffitiserie um eine andere Tätergruppierung führten.

Verschiedene und andere Schmierereien gab es ab dem 15. Januar im Stadtgebiet von Mühldorf. Hier wurden u.a. Zigarettenautomaten und Hauswände verschmiert. Auch das Jugendzentrum wurde mit massiven Graffitisprühereien und „Tags“ versehen. Die Schadenshöhe lag hier bei insgesamt etwa 1000 Euro.

Hier konzentrierten sich die Ermittlungen auf drei andere Kinder. Zwei 13-jährige aus Ampfing und ein 12-jähriger aus Mühldorf haben hier offensichtlich arbeitsteilig die Sachbeschädigungen durchgeführt.

Unabhängig von den o.a. Fallkomplexen wurden am 3. März abermals massive Schmierereien an der Grundschule in Mößling, der städtischen Tiefgarage in Mühldorf und an Betonwänden einer Tankstelle in Mühldorf festgestellt. Teilweise wurden dabei Symbole des dritten Reichs aufgesprüht. Zusammenhänge von den drei Örtlichkeiten waren sehr deutlich. Die Schadenshöhe dürfte hier bei etwa 1000 Euro liegen.

Schlechtes Gewissen plagte Graffiti-Sprüher

Offensichtlich sprachen sich diese Sachbeschädigungen herum und drei Kinder im Alter von 12 Jahren aus Mühldorf plagte das schlechte Gewissen und sie vertrauten sich ihren Eltern an. Diese wiederum setzten sich mit der Polizei Mühldorf in Verbindung.

Alle drei Kinder zeigten sich reumütig und waren sich ihrer Schuld und den Konsequenzen durchaus bewusst. Aus polizeilicher Sicht waren diese Schmierereien eher „Ausrutscher“ bei den Kindern. Alle Ermittlungsergebnisse werden nun der Staatsanwaltschaft Traunstein vorgelegt. Auch das zuständige Jugendamt wird von den Vorfällen in Kenntnis gesetzt.

Mit strafrechtlichen Folgen haben die strafunmündigen Kinder nicht zu rechnen, jedoch wird ihr „künstlerischer Ausflug“ mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zivilrechtliche Ansprüche nach sich ziehen.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Mühldorf

Rubriklistenbild: © Tobias Felber/dpa

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