Ausweis erwies sich als Totalfälschung

„Falscher Rumäne“ entlarvt - Krankenkassenkarte verrät Autofahrer bei Marktl

Marktl/B12 - Burghauser Grenzpolizisten entlarvten einen „falschen“ Rumänen. Der 32-Jährige hatte gefälschte Urkunden dabei.

Die Mitteilung der Polizei im Wortlaut:


Mittwochvormittag an der B12 bei Marktl zogen Burghauser Grenzpolizisten einen Kleinbus mit Anhänger aus dem laufenden Verkehr. Trotz eines moldauischen Autokennzeichens waren die Insassen Rumänen - oder auch nicht. Ein 32-jähriger zeigte seinen Reisepass vor, der ihn als moldauischen Staatsbürger identifizierte.

Bei der Durchsuchung fanden die Schleierfahnder aber eine AOK-Karte mit den gleichen Personalien und hakten nach. Denn ein Moldauer wäre als Nicht-EU-Bürger nur mit einem Visum in Deutschland arbeitsberechtigt und dadurch krankenversichert. Tatsächlich hatte der 32-jährige auch eine Rumänische ID-Karte im Gepäck, die sich als Totalfälschung erwies.


Dieses Dokument machte ihn zum EU-Bürger und hatte ihm so die Türen zur Arbeitsaufnahme als LKW-Fahrer bei einer bayerischen Spedition und zum deutschen Sozialversicherungssystem geöffnet. Die Staatsanwaltschaft verhängte eine Sicherheitsleistung von 1000 Euro für die Kosten des Verfahrens, die der falsche Rumäne bar hinterlegen konnte.

Nach Sicherstellung diverser Dokumente und Durchführung erkennungsdienstlicher Maßnahmen konnte der 32-Jährige die Weiterfahrt antreten. Die Anzeige wegen Urkundenfälschung amtlicher Ausweise wird ihn wieder einholen.

Pressemitteilung Grenzpolizeistation Burghausen

Rubriklistenbild: © Bundespolizei (Symbolbild)

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