Dicker Fisch im Netz der Schleierfahnder

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Marktl - Beamte fanden bei einer Kontrolle auf der B12 eher unübliches Diebesgut: Zwei Schiffsmotoren. Bei genauerer Recherche spuckte der Fahndungscomputer noch einiges mehr aus:

Die B12 wurde wieder einmal ihrem Ruf als internationale Reiseroute gerecht. Bei Marktl stoppten Burghauser Schleierfahnder einen BMW samt Anhänger mit französischen Kennzeichen. In den beiden Fahrzeugen fanden die Beamten zwei Außenbordmotore mit 80 PS bzw. 140 PS. Die beiden rumänischen Pkw-Insassen gaben an, dass die Schiffsmotoren in Belgien repariert worden seien und sie sich nun auf dem Rückweg nach Rumänien befänden. Von den Angaben nicht überzeugt, überprüften die Fahnder den Sachverhalt genauer. Dabei stellte sich heraus, dass es sich bei einem der beiden Männern um einen richtig dicken Fisch handelte, der unter anderem wegen Hehlerei und Schleusungen von Illegalen bereits international aktiv war.

Nach intensiven internationalen Recherchen in Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizei Traunstein konnten die französischen Behörden ermitteln, dass die Motoren letzte Woche an der Atlantikküste direkt von den dort liegenden Booten gestohlen worden waren. Die rechtmäßigen Eigentümer wußten zu dem Zeitpunkt noch gar nichts von den Diebstählen. Auf Antrag der Generalstaatsanwaltschaft München wurden die beiden 50 und 42 Jahre alten Rumänen dem Ermittlungsrichter vorgeführt und nach Erlaß des Haftbefehls in verschiedene Justizvollzugsanstalten überstellt.

Die Motoren im Gesamtwert von ca. 11.000 Euro wurden sichergestellt, die weitere Sachbearbeitung übernahm das Kommissariat Grenze der Kriminalpolizei Traunstein.

Pressemitteilung Polizeistation Fahndung Burghausen

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