Kontrolle auf der B12

Verhaftung in Marktl: Zuhälter (36) lässt Prostituierte (26) im Gefängnis sitzen

Am Mittwochabend (21. April) kontrollierte die Burghausener Grenzpolizei ein verdächtiges Auto mit zwei Insassen aus dem Rotlichtmilieu. Für eine Prostituierte (26) endete der Abend im Gefängnis.

Pressemitteilung im Wortlaut:

Marktl - Mittwochabend zogen Burghauser Grenzpolizisten an der B12 Nähe Marktl kurz vor der Ausreise nach Österreich einen Pkw mit britischem Kennzeichen zur Kontrolle aus dem laufenden Verkehr. Fahrer des Wagens war ein in Schottland wohnhafter Rumäne, an dessen aktuellem Aufenthalt die Staatsanwaltschaft Memmingen hohes Interesse hatte.

Gegen den 36-jährigen standen mehrere Verfahren wegen Zuhälterei und Zwangsprostitution offen. Allerdings versuchte sich der Rumäne der Justiz zu entziehen. Er tauchte mit unbekanntem Wohnsitz unter. Die Burghauser Grenzpolizisten konnten mit ihren Ermittlungen die Verfahren bei der Justiz wieder in Schwung bringen. Als besonders interessant erwies sich dann aber auch noch die Beifahrerin, eine 26-jährige Rumänin. Die junge Frau war wegen Ausübung von verbotener Prostitution zu einer Geld- bzw. Ersatzfreiheitsstrafe verurteilt worden.

Die Staatsanwaltschaft Memmingen suchte die Rumänin per Haftbefehl, welchen die Grenzpolizisten nun vollstreckten. Die Frau konnte allerdings nicht die erforderliche Geldsumme aufbringen. Ihr Zuhälter versprach, sie auszulösen, aber auch am Donnerstagmittag war noch nicht für sie bezahlt worden. Damit griff die vom Gericht verhängte Ersatzfreiheitsstrafe. Die Polizei brachte die 26-jährige in eine Münchner Justizvollzugsanstalt.

Pressemitteilung Grenzpolizeistation Burghausen

Rubriklistenbild: © Stefan Sauer/dpa

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