Kuriose Ausreden für illegale Einreise

Laufen/Altötting - Zweimal österreichische Autos und zweimal Insassen ohne Reisepass: Diese illegalen Reisenden hatten die kuriosesten und fast schon peinlichen Ausreden.

Bei einer Verkehrskontrolle des Einsatzzuges Traunstein am Freitag, 20. Juni, in Laufen, wurde am Schlossplatz gegen 18 Uhr, ein österreichischer Pkw angehalten. Als Beifahrer wurde ein algerischer Staatsbürger festgestellt, der laut Auskunft der Fahrerin, in Österreich als Asylbewerber gemeldet ist. Daraus ergab sich für ihn die Beschränkung, dass er das österreichische Staatsgebiet nicht verlassen darf.

Nach Angaben der Fahrerin hätten sich beide vorab bei einer karitativen Einrichtung in Österreich erkundigt. Diese hätten ihnen die Auskunft erteilt, dass für eine kurze Fahrt über die Grenze zum Einkaufen keine Probleme zu erwarten wären. Die Beamten konnten dies aber nicht nachvollziehen und zeigten den Mann wegen unerlaubter Einreise und seine Begleitung wegen Beihilfe zur unerlaubten Einreise wegen Verstoßes nach dem Aufenthaltsgesetz an.

Die beiden müssen nun mit einer Geldstrafe rechnen. Die Rückreise nach Österreich wurde von den Beamten schließlich persönlich überwacht.

Am Sonntag, 22. Juni, wurde im Stadtgebiet Altötting von einer Streifenbesatzung des Einsatzzuges Traunstein ein PKW mit österreichischer Zulassung einer Verkehrskontrolle unterzogen. Beide Insassen konnten sich lediglich mit ihren österreichischen Aufenthaltstiteln ausweisen. Die für den Grenzübertritt erforderlichen Reisepässe hatten sie nicht dabei.

Als Grund für den Besuch in Deutschland gaben beide an, ihre "große Liebe" in Altötting besuchen zu wollen. Wer die große Liebe sei, konnten sie aber auf Nachfrage der Beamten nicht nennen.

Beide werden wegen unerlaubter Einreise und unerlaubten Aufenthalt angezeigt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden beide auf direkten Weg nach Österreich zurückgeschickt.

Pressemeldung der Polizeipräsidiums Oberbayern Süd

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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