Kriminalstatistik Altötting: Straftatenzahl sinkt

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Altötting - Ein Rückgang der Fallzahlen, eine geteigerte Aufklärungsquote aller bekannt gewordenen Straftaten – so lautet in kurzen Worten die Kriminalitätsstatistik der Polizei Altötting.

Mit einer Aufklärungsquote von 66,2 % bei den angezeigten und ermittelten Straftaten liegt die Schutzpolizeidienststelle in der Wallfahrtsstadt im vergangenen Jahr um 3,2 Prozentpunkte über dem eigenen Vorjahresergebnis und damit auch 1,6 % über dem bayerischen Landesdurchschnitt.

Stellt man den oben dargestellten Werten die absoluten Zahlen gegenüber, so fielen die in der Kriminalstatistik erfassten Fallzahlen von 3184 auf 3081. Dies bedeutet einen Rückgang der registrierten Kriminalität um 103 Fälle oder 3,2 Prozentpunkte.

Wie in den Vorjahren lag das Gros der zu bearbeitenden Strafanzeigen im Deliktsfeld des Diebstahls. Dieser Bereich mit all seinen Erscheinungsformen, d.h. vom Ladendiebstahl bis zum Einbruch, deckt mit 944 Fällen, das sind 155 Fälle weniger als im Jahre 2009, 30,6 % der örtlichen Gesamtkriminalität ab. Einen auszugsweisen Überblick über die Deliktsentwicklung zeigt die folgende Kurzübersicht

Delikt  2009 2010
Ladendiebstahl 321 227
Fahrraddiebstahl 199 167
Einbruchdiebstahl in Diensträume, Büros, Werkstätten 34 33

Einbruchdiebstahl in Wohnungen                                              

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Auf Platz zwei der vom Bayerischen Landeskriminalamt erarbeiteten statistischen Unterlagen reiht sich das Sammeldeliktsfeld der „sonstigen Straftaten nach dem Strafgesetzbuch“ ein. Für diese schlugen im Landkreisgebiet nördlich der Alz 782 Taten (im Vorjahr: 823) zu Buche. Dabei werden unter diesem Begriff u. a. Straftaten subsummiert, die den Tatbestand der Beleidigung (124 Fälle), der allgemeinen Sachbeschädigung (413 Fälle), der Sachbeschädigung an Kfz (124 Fälle) erfüllen oder die sich gegen strafgesetzliche Umweltschutzbestimmungen richten (19 Fälle).

Den „Sonstigen Straftaten“ folgt in der statistischen Aufschlüsselung der Bereich der Straßenkriminalität. Dieser Oberbegriff umschreibt mit einem Anteil an der Gesamtkriminalität von 19,5 % die Kriminalitätsform, deren Haupttatort der öffentliche Verkehrsraum ist. In diesem Bereich konnte ein Rückgang um 78 auf nunmehr 602 Fälle registriert werden.

Die darauf folgenden Vermögens- und Fälschungsdelikte (633 Fälle; Vorjahr: 540) werden eindeutig von den Betrugsstraftaten mit 524 Ermittlungsverfahren dominiert. Strafanzeigen wegen missbräuchlicher Verwendung von Scheck-, Kredit- oder Debitkarten im Lastschriftverkehr in Form des Warenkreditbetruges (161 Fälle; Vorjahr: 195) bildeten hier im Jahresverlauf aufgrund der Tatortzuständigkeit den Sachbearbeitungsschwerpunkt.

Im Bereich der Rohheitsdelikte, d. h. Körperverletzungen oder Raub, kann ein Rückgang festgestellt werden. Dabei stehen den 477 Taten im Jahre 2009 im Berichtszeitraum 414 Fälle gegenüber (= minus 63 Fälle oder 13,2 %). Dabei ist anzumerken, dass dieses Deliktsfeld von den Körperverletzungen mit 301 Fällen dominiert wird. Wegen Verdachts des Raubes musste 11 Mal Strafanzeige erstattet werden (Vorjahr: 14 Fälle). Die Aufklärungsquote bei allen Rohheitsdelikten liegt bei 93,2 Prozent.

Den Abschluss Betäubungsmittelkriminalität. Bei der Ermittlungstätigkeit der Landespolizei waren 171 der Deliktsübersicht bildet der Blick auf die Verstöße (Vorjahr: 110) gegen betäubungsmittelrechtliche Vorschriften zu bearbeiten. Insgesamt stellen die begangenen Verstöße einen Anteil von 5,6 % an der Gesamtkriminalität dar.

Wirft man einen Blick auf die Personen, die als Täter der aufgelisteten Straftaten ermittelt werden konnten, so muss festgestellt werden, dass auch im Bereich der Polizeiinspektion Altötting Kriminalität eine männliche Domäne ist. Von 1450 ermittelten Tatverdächtigen waren 1113 (= 76,7 Prozent) männlichen Geschlechtes.

205 Tatverdächtige (14,1 %; 188 Männer / 17 Frauen) waren bei der Tatbegehung alkoholisiert. Die Verteilung auf die strafrechtlich relevanten Lebensalter stellt die folgende Übersicht dar (Vorjahreszahlen in Klammern):

Tatverdächtige insgesamt Kinder (unter 14) Jugendliche (14-18) Heranwachsende (18–21) Erwachsene (ab 21)
männlich 1113 (1157) 56 (54) 151 (121) 116 (103) 790 (879)
weiblich 337 (383) 12 (20) 34 (40) 28 (36) 263 (287)
insgesamt 1450 (1540) 60 (74) 185 (161) 144 (139) 1053 (1166)

Wie in den Vorjahren waren die meisten ermittelten Kinder als Täter eines Ladendiebstahles auffällig geworden. In der Altersgruppe der Jugendlichen und Heranwachsenden spielt weiterhin neben dem vorgenannten Deliktsbereich auch der Körperverletzungsbereich eine dominante Rolle, hier insbesondere die Auseinandersetzungen mit Gleichaltrigen.

Über die Hälfte (= 52,1 %) der ermittelten Straftäter waren in der Gemeinde wohnhaft, in der sie später eine Straftat begangen haben. 194 Tatverdächtige (im Vorjahr: 202) hatten keine deutsche Staatsangehörigkeit. Dies entspricht einem Anteil von 13,3 Prozent (Vorjahr: 13,1).

Pressemeldung Polizeiinspektion Altötting

Rubriklistenbild: © dpa

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