Tier sucht in Fahrradlager Unterschlupf

Reh macht am helllichten Tag Haag unsicher

Haag - Ein ausgewachsenes Reh streunte am Montagnachmittag, den 18. November, durch die Ortschaft. Das Tier fand schließlich in der Lagerhalle eines Fahrradgeschäftes Unterschlupf. 

Pressemeldung im Wortlaut:


Ausgewachsenes Reh läuft durch Haag

Ein nicht gerade alltäglicher Verkehrsteilnehmer lief am gestrigen Montag nachmittags durch Haag i.OB. Es handelte sich hierbei um ein ausgewachsenes Reh, das sich offenbar in das Haager Ortsgebiet verirrt hatte. Zunächst waren bei der Haager Polizeidienststelle mehrere Anrufe und auch persönliche Meldungen von Bürgern eingegangen, die das Tier im Ortsgebiet herumlaufen sahen.

Reh verkriecht sich in Lagerhalle eines Fahrradladens

Die Mitteilungen kamen zunächst von Haag-Rosenberg, dann von der Münchener Straße und schließlich vom Marktplatz. Zwei Streifen der Haager Polizei suchten zunächst ergebnislos nach dem scheuen Tier. Dieses war dann vom Marktplatz aus in die Wasserburger Straße hinuntergelaufen, wo es sich dann total verängstigt und erschöpft in einer Lagerhalle des dortigen Fahrradgeschäftes unter neuwertigen Fahrrädern verkroch.


Tier bleibt tagsüber in der Lagerhalle

Nun war guter Rat teuer, wie man mit dieser Situation umgehen sollte. Sowohl die Polizei, als auch der Geschäftsinhaber, ein zugezogener Jäger und ein hinzugerufener Tierarzt beratschlagten dann, wie man weiter in dieser Sache verfahren solle. 

Schließlich kam man dann überein, das Reh zunächst in der Lagerhalle zu belassen und einzusperren und nachts dann wieder herauszulassen, damit es sich bis dahin beruhigen konnte. DerGeschäftsinhaber erklärte sich schließlich bereit, seine Nachtruhe zu opfern und die Halle dann zu später Nachtzeit zu öffnen, in der Hoffnung, daß das Reh dann wieder herauslaufen würde. Dies war aber nicht der Fall, es blieb in der Lagerhalle.

Reh wird narkotisiert und in die Freiheit entlassen

Daraufhin wurde die Lagerhalle weitgehend ausgeräumt, was das Reh aber offenbar nicht aufschreckte. Es konnte schließlich sogar am Boden festgehalten und vom Tierarzt mittels eine Spritze kurzzeitig narkotisiert werden. Nach kurzem Zappeln schlief das Reh dann ein. Daraufhin wurde es dann in noch schlafendem Zustand in ein Waldgebiet verbracht, wo es dann wieder in die gewohnte Freiheit entlassen wurde. Somit nahm die „Jagd nach dem Reh“ für Letzteres einen zwar ungewöhnlichen, aber durchaus angenehmen Ausgang

Polizeistation Haag

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