Gleich 15 Syrer bis nach Mühldorf geschleust

Mühldorf - Die Schleierfahnder hatten wieder einiges zu tun: Gleich 15 Syrer wurden im Zug und auf einem Autohof erwischt. Scheinbar gehören die Flüchtlinge alle zusammen:

Am Donnerstag den 23. Oktober, gegen 7.30 Uhr, meldete der Fahrdienstleiter, dass sich eine ausländisch aussehende Personengruppe im Zug von Simbach nach München befindet. Bei der Kontrolle durch eine Streife der Bundespolizei stellte sich schnell heraus, dass es sich bei der männlichen Gruppe um neun erwachsene und zwei Jugendliche syrische Staatsangehörige handelte. Da alle Personen ausweislos waren, wurden sie zur weiteren Sachbearbeitung zum Bundespolizeirevier nach Mühldorf gebracht.

Fast zeitgleich stellten Beamte der Landespolizei in Mühldorf vier weitere Syrer, am Autohof Frixing bei der BAB 94 Anschlussstelle Mühldorf Nord, fest. Zuständigkeitshalber wurden die vier Personen der Bundespolizei in Mühldorf übergeben.

Die Gruppen gehören vermutlich zusammen

Nach den Ermittlungen kann davon ausgegangen werden, dass die beiden Gruppen zusammengehören. Bei der zweiten Gruppe handelt es sich ebenfalls um ausschließlich männliche Syrer im Alter von 24 bis 53 Jahren.

Nach jetzigem Stand der Ermittlungen kann davon ausgegangen werden, dass die komplette Gruppe von einem ungarischen Schleuser mit einem Kleinbus von Ungarn nach Deutschland verbracht wurde. Es musste dabei ein Schleuserlohn von 450 Euro pro Person entrichtet werden.

Nach der Versorgung und der Sachbearbeitung durch die Bundespolizei wurden die Personen an die Erstaufnahme nach München weitergeleitet. Zwei der unbegleiteten Jugendlichen wurden dem Jugendamt in Mühldorf übergeben. Die Bundespolizei hat Ermittlungen im Hinblick auf den bisher unbekannten ungarischen Bus-Lenker aufgenommen. Mögliche Zeugen werden gebeten sich unter der Tel. Nummer: 08631/16660-0 zu melden.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Freyung

Rubriklistenbild: © picture-alliance / dpa/dpaweb

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