Schreck im Schulbus

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Gars am Inn - Insgesamt 31 Schüler wurden am Donnerstagmorgen in einem Schulbus zwischen Kloster-Au und Gars am Inn verletzt.

Dort war ein Schulbus mit ca. 70-80 Schülern in Richtung Haag i.OB unterwegs, als bei Kloster-Au im Bereich der Hinterachse des Gelenkbusses eine Rauchentwicklung auftrat. Nach einem kurzen Anhalten war diese momentan aber wieder verschwunden und der Busfahrer setzte seine Fahrt bis zum Gymnasiumsparkplatz in Gars fort, wobei die Beschwerden mehrerer Businsassen dann aber derart stark wurden, daß von einem der Insassen telefonisch die Rettungsleitstelle verständigt wurde.

Vom herbeigerufenen BRK wurden dann bereits von Gars aus 3 Schüler wegen Verdachts einer Rauchgasintoxikation in das Wasserburger Krankenhaus eingeliefert, die anderen Schüler wurden auf andere Busse verteilt und nach Haag zur dortigen Realschule verbracht. Dort wurden dann weitere 28 Schüler, die sich ebenfalls wegen ähnlicher Beschwerden (Atembeschwerden, Kopfschmerzen und Übelkeit) gemeldet hatten, von mehreren Notärzten untersucht, wobei dann wiederum 8 von ihnen mit dem BRK ebenfalls zur Untersuchung und Beobachtung in die Krankenhäuser Wasserburg und Rosenheim verbracht wurden.

Der Schulbus wurde von der Polizei vorübergehend aus dem Verkehr gezogen und zur Untersuchung durch einen Sachverständigen sichergestellt. Nach ersten Feststellungen war infolge eines Defektes an der Hinterachse des Busses Öl ausgetreten, das dann verdampfte und an der linken hinteren Busseite nach oben stieg, wo es dann wiederum von der auf dem Fahrzeugdach verlaufenden Heizungs- und Belüftungseinrichtung angesaugt und in den Innenraum des hinteren Busteiles geleitet wurde.

Der weitere Betrieb des 13 Jahre alten Busses wurde bis zur Behebung der technischen Mängel untersagt. Von der Staatsanwaltschaft Traunstein wurde eine Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Pressebericht Polizeistation Haag

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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