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DNA-Spuren liefern Mann aus

Frau vergewaltigt, gequält, lebendig verscharrt: Täter 30 Jahre später gefasst

Frau vergewaltigt, gequält, lebendig verscharrt: Täter 30 Jahre später gefasst

Auf der Flucht: 17-Jähriger sperrt Rentner ein

Waldkraiburg - Offenbar keine Skrupel kannte ein 17-Jähriger: Neben zahlreichen Diebstählen sperrte der Jugendliche bei einem Einbruch im Altersheim einen 83-Jährigen ein, um flüchten zu können.

Wie wir berichteten, konnten drei junge Täter am 27. Februar nach einem Einbruch in ein Waldkraiburger Elektrogeschäft festgenommen werden. Als hätte es noch nicht gereicht, dass dieser Einbruch und vier weitere Pkw-Aufbrüche auf das Konto vor allem des 17-jährigen Haupttäters gingen.

Jetzt stellte sich zudem heraus, dass der junge Mann seit Mitte Januar seiner Mutter und Großmutter nicht unerheblich Schmuck geklaut und ihn teilweise zusammen mit einer Komplizin „zu barer Münze umgesetzt“ hat. Außerdem versuchten sie, in einem Altenheim Wertgegenstände von Senioren zu entwenden.

Was war geschehen? Gleich einem Tag nach der Festnahme kam bei den Umfeldermittlungen der Waldkraiburger Polizei heraus, dass der 17-Jährige zusammen mit einer 18-jährigen Ampfingerin bei einem Juwelier Schmuck erfolgreich verkaufen konnte. Er erhielt rund 200 Euro dafür.

Weil er als Minderjähriger beim Juwelier mit seinem Kaufangebot jedoch gescheitert wäre, „spannte“ er für diesen Job die 18-Jährige ein. Er selbst begleitete sie nur im Hintergrund. Der Schmuck aus Gold und Silber waren Erbstücke der Familie, die Eigentümer seine eigene Mutter und Großmutter.

Diese erstattet schließlich auch Anzeige gegen ihren Enkel, als sie in seiner Jacke einige Stücke ihres Schmucks und einen Schlüsselbund fand. Insgesamt fehlten aber Schmuckstücke und eine antike Münze im Gesamtwert von 5000 Euro. Der junge Mann kooperierte im Gegensatz zu seinen Mittäterinnen jedoch nicht mit der Polizei. So konnte bis auf die Stücke beim Juwelier die restliche Beute bisher nicht wieder erlangt werden.

Der aufgefundene Schlüsselbund hingegen führte die Ermittler zu einer weiteren Tat: Nach Auffassung der Polizei ist dieses Vergehen, nämlich eine Freiheitsberaubung, noch verwerflicher als ein Familiendiebstahl einzuschätzen. Genau das war die Nebenfolge einer versuchten Diebestour in einem Altenheim.

Der Haupttäter betrat am 24. Februar zusammen mit seiner Komplizin und einer weiteren 18 Jahre jungen Frau ein Altenheim. Wie aus dem Geständnis einer der Frauen hervorging, war das Ziel dieses „Besuches“ von Anfang an, die Senioren um ihre Wertgegenstände zu erleichtern. Bei ihrer Suche im Altenheim fanden sie einen im Schloss steckengebliebenen Schlüsselbund.

Sie glaubten damit, eine Art Generalschlüssel einer Pflegerin ergattert zu haben und versuchten, eine Wohnungstür damit zu öffnen. Dies scheiterte jedoch, da sie zum Glück nur einen „einfachen“ Schlüssel stahlen.

Da aber bei einer anderen Wohnung auch ein Schlüssel steckte, konnte der 17-Jährige der Versuchung nicht wiederstehen, sperrte auf und betrat die Wohnung. Dort traf er jedoch auf einen 83-jährigen Heimbewohner, der den Eindringling sofort des Zimmers verwies. Um sich die Flucht zu ermöglichen, sperrte der junge Mann die Wohnung von außen ab und die drei hauten ab.

Der 83-Jährige bemerkte seine missliche Lage und machte mit Schlagen gegen die Tür auf sich aufmerksam. Nach einer viertel Stunde wurde er wieder befreit. Der 83-Jährige war von diesem Ereignis so geschockt, dass er nicht daran dachte, das Telefon oder den Notknopf in seinem Zimmer zu benutzen. Der Senior blieb glücklicher Weise unversehrt.

Jetzt kommt zur Strafakte des 17-jährigen Haupttäters zum Einbruchsdiebstahl und Pkw-Aufbruch noch ein Familiendiebstahl, eine Hehlerei, ein weiterer Diebstahl des Schlüsselbunds sowie Freiheitsberaubung mit Hausfriedensbruch.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Waldkraiburg

Rubriklistenbild: © dpa

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