Am Freitag bei Burghausen

ID-Card mit Fälschungsmerkmalen - Grenzpolizei enttarnt 27-Jährigen

Burghausen - Ein vermeintlicher Rumäne (27) wurde vergangenen Freitag, 24. Juli, aufgrund einer gefälschten ID-Card überführt.

Die Meldung im Wortlaut:


Ein Musterbeispiel für die Sinnhaftigkeit ihrer Behördenfahndung lieferte die Burghauser Grenzpolizei letzten Freitag mit der Verhaftung eines Rumänen: die Stadt Waldkraiburg übersandte an die Burghauser Grenzpolizei eine rumänische ID-Card zur Überprüfung der Echtheit.

Die Experten der Grenzpolizei erkannten Fälschungsmerkmale und nahmen die Spur auf. Ermittlungen in Rumänien ergaben, dass die Person auf der ID-Card nicht existierte. Die Burghauser Fahnder erwirkten einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss und suchten den vermeintlichen Rumänen an seiner Wohnadresse im Landkreis Mühldorf auf. Tatsächlich handelte es sich bei dem 27-jährigen um einen moldauischen Staatsangehörigen, der als Nicht-EU-Bürger in Deutschland ohne Visum nicht hätte arbeiten dürfte.


Dank seiner vorgegaukelten rumänischen Identität (ID-Card und Führerschein waren jeweils totalgefälscht) hatte er Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt. Der Moldauer war seit März diesen Jahres bei einer Firma im Landkreis Rosenheim beschäftigt. Die Staatsanwaltschaft verhängte eine vierstelle Sicherheitsleistung, die mit Müh und Not mit Hilfe des Arbeitgebers hinterlegt werden konnte. Der Moldauer wurde auf freien Fuß gesetzt, aber nur, um gemäß Anordnung des Mühldorfer Ausländeramtes das Land bis spätestens 31.7. zu verlassen.

Pressemitteilung der Grenzpolizei Burghausen.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/Patrick Seeger

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