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Mit 100 Sachen durch Burgkirchener 30er-Zone

Schleuser flieht mit bis zu 140 km/h vor Polizei und baut Unfall - Sieben Insassen verletzt

Ein Schleuser in einem mit acht Insassen besetzten Auto versuchte mittwochnachts (12. Januar) im Gemeindegebiet Burgkirchen an der Alz vor einer Polizeikontrolle zu fliehen und verunfallte schwer im Burgkirchner Ortsteil Holzen.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Burgkirchen an der Alz - Eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Burghausen wurde am Mittwoch (12. Januar) um kurz nach 23 Uhr auf der B20 im Bereich Nonnreit auf einen Pkw-Kombi aufmerksam, da das Fahrzeug durch unsichere Fahrweise auffiel.

Das Fahrzeug bog kurz darauf auf die TS10 in Richtung Asten ab. In Asten folgte er der Kreisstraße TS52/AÖ10 in nordwestlicher Richtung Halsbach. Unmittelbar nachdem er das Stoppschild an der Kreuzung zur St2357 missachtet hatte, sollte er mittels Blaulicht und Anhaltesignal einer Kontrolle zugeführt werden.

Der Fahrer drückte jedoch aufs Gaspedal und versuchte mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit, die Polizeistreife abzuschütteln. Er floh über die Hermannbräu-Kreuzung und weiter vorbei an Hirten in Richtung Burgkirchen. Mit bis zu 140 km/h überholte er rücksichtslos zwei unbeteiligte Autos. Dabei musste ein 23-jähriger Neuöttinger nach rechts ins Bankett ausweichen, um einen Zusammenstoß mit dem fliehenden Fahrzeug zu verhindern.

Mit 100 km/h durch 30er-Zone - Fahrer flüchtet nach Unfall

Im Ortsteil Holzen bog der Fliehende in die Wendelsteinstraße ein, wo er die „Zone 30“ mit bis zu 100 km/h durchfuhr. Aufgrund der überhöhten Geschwindigkeit geriet der Fahrer kurz darauf an den rechten Fahrbahnrand, verlor die Kontrolle über sein Auto und schleuderte gegen einen am gegenüberliegenden Straßenrand geparkt VW Crafter. Schließlich kam er an einem Baum zum Stehen.

Unmittelbar darauf versuchte der Fahrer zu Fuß zu fliehen. Die Polizeibeamten konnten ihn jedoch nach kurzer Verfolgung einholen und vorläufig festnehmen. Im Fluchtfahrzeug befanden sich neben dem Fahrer noch sieben weitere Personen im Alter zwischen 15 und 62 Jahren. Bei ihnen handelt es sich nach ersten Erkenntnissen um Drittstaatsangehörige verschiedener Nationalitäten, von denen keiner über die erforderlichen Dokumente für die Einreise nach Deutschland verfügte.

Von den sieben Geschleusten wurde eine Person schwer, fünf weitere Fahrzeuginsassen leicht verletzt. Ein 16-Jähriger blieb unverletzt. Der herbeigerufene Rettungsdienst versorgte die Verletzten zunächst noch an der Unfallstelle und brachte sie anschließend zur ärztlichen Behandlung in die umliegenden Kliniken.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Traunstein wurde der Schleuser nach Entlassung aus dem Krankenhaus einem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Mühldorf vorgeführt, der auf Untersuchungshaft entschied. Die Bundespolizisten lieferten ihn in eine Justizvollzugsanstalt ein. Am Schleuserwagen und an dem angefahrenen VW Crafter entstand insgesamt ein geschätzter Sachschaden in Höhe von 7500 Euro.

Die Bundespolizeiinspektion Freilassing hat zuständigkeitshalber die Ermittlungen übernommen und wird bei der Sachbearbeitung durch die Polizeiinspektion Altötting unterstützt. 

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Freilassing

Rubriklistenbild: © Patrick Seeger/dpa

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