Kontrollen bei Burghausen

Fahnder schnappen serbischen Autoschieber (53)

Burghausen/Marktl - Die Experten der Burghauser Schleierfahnder identifizierten bei einer Kontrolle an der B12 ein komplett neu etikettiertes gestohlenes französisches Auto, das nach Südosteuropa verschoben werden sollte.

In der Nacht von Sonntag auf Montag zogen die Burghauser Schleierfahnder einen französischen Renault Clio zur Überprüfung aus dem laufenden Verkehr. Der 53-jährige serbische Fahrer erweckte die Aufmerksamkeit der Fahnder, da gegen ihn eine Ausschreibung von Frankreich vorlag.

Ein Anruf beim deutsch-französischen Zentrum für polizeiliche Zusammenarbeit ergab, dass dieser Ausschreibung Straftaten wegen Hehlerei und Diebstahl zugrunde lagen. Dieser Aspekt war für die Burghauser Schleierfahnder interessant, denn für das französische Kennzeichen am Auto bestand eine Sachfahndung bezüglich der Zulassungspapiere aus dem Jahr 2015.

Bei der sorgfältigen Untersuchung des Renaults durch die Schleierfahnder stellte sich heraus, dass es sich tatsächlich um ein in Frankreich gestohlenes Auto handelte, das rundum neu frisiert wurde, um nach Serbien verschoben zu werden.

Die grüne Versicherungskarte und die Kennzeichenschilder waren Totalfälschungen und die Fahrgestellnummer war verändert worden. Die Schleierfahnder konnten trotzdem die richtige Fahrgestellnummer ermitteln, und stellten fest, dass der Renault Clio vor zwei Tagen in Frankreich als gestohlen zur Fahndung ausgeschrieben wurde. Die Schleierfahnder nahmen den Serben daraufhin vorläufig fest.

Im Laufe des Vormittags übernahmen die Kollegen von der Traunsteiner Kriminalpolizei die weitere Sachbearbeitung. Der Generalstaatsanwalt verfügte die vorläufige Inhaftierung des 53-Jährigen bis zur Abklärung der weiteren Vorgehensweise mit der französischen Justiz. Der Serbe wurde dem Haftrichter vorgeführt und anschließend in die Justizvollzugsanstalt verbracht.

Pressemeldung Polizeistation Fahndung Burghausen

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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