In Reisebus bei Marktl 

Per Haftbefehl gesucht: Chef bewahrt Kroaten vorm Gefängnis 

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Marktl/Burghausen - Schleierfahnder zogen an der A94 Höhe Marktl einen polizeilich gesuchten Kroaten aus einem Reisebus. Sein Arbeitgeber bezahlte eine Geldstrafe und bewahrte den Verhafteten damit vor dem Gefängnis. 

Der 31-jährige Kroate kam von einem längeren Aufenthalt in seinem Heimatland per Reisebus zurück nach Deutschland, wo er auch seinen Wohnsitz hatte. Er wollte hier angeblich wieder arbeiten, um eine gegen ihn verhängte vierstellige Geldstrafe wegen Trunkenheit im Verkehr bezahlen zu können. 

Die Staatsanwaltschaft Mannheim hatte im November 2016 einen Vollstreckungshaftbefehl erlassen, der bei Nichtbezahlung 50 Tage Ersatzfreiheitsstrafe vorsah.

Die Burghauser Schleierfahnder trafen bei der Kontrolle eines Reisebusses an der A94 auf den Kroaten. Sie brachten den Mann zur Dienststelle und erledigten die Formalitäten. Währenddessen versuchte der Verhaftete Freunde und Kollegen zu überreden, die doch erhebliche Summe für ihn aufzubringen. Allerdings waren seine Bemühungen nicht von Erfolg gekrönt. 

Erst am nächsten Tag, als die Fahrt ins Gefängnis schon sehr nahe rückte, erbarmte sich sein Chef und bezahlte für den Kroaten den geforderten Geldbetrag bei einer Polizeidienststelle in Karlsruhe ein. Damit ersparte er seinem Arbeiter 50 Tage Gefängnis. Der überaus erleichterte Kroate wurde von den Schleierfahndern entlassen und durfte seine Heimfahrt nach Mannheim fortsetzen.

Polizeistation Fahndung Burghausen

Rubriklistenbild: © picture alliance / Paul Zinken/d

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