Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Kontrolle der Grenzpolizei Burghausen auf B12 bei Marktl

Ahnungslos Kennzeichenmissbrauch begangen - Kurierfahrer macht sich dennoch strafbar

Viele Kurierfahrer - die in Deutschland gekaufte Autos zu den Käufern ins Ausland bringen - wissen nicht, dass sie nur deutsche Kennzeichen und keine ausländischen Kurzzeitkennzeichen benutzen dürfen. Unwissend begehen sie regelmäßig Kennzeichenmissbrauch.

Pressemitteilung im Wortlaut:

Burghausen - Im Rahmen der Fahndungstätigkeit stellte eine Streife der Grenzpolizei Burghausen am Dienstag (20. Juli) gegen 12.15 Uhr einen roten Kleinwagen mit ungarischer Händlerzulassung im Bereich der Bundesstraße 12 bei Marktl fest.

Das Fahrzeug wurde zur Kontrolle angehalten und dabei festgestellt, dass der 68-jährige Ungar, das Fahrzeug für eine ungarische Firma bei einem deutschen Autohändler gekauft hatte und dieses nun nach Ungarn überführen sollte. Genutzt hat der Mann dazu ungarische Händlerkennzeichen.

Der Grenzpolizei Burghauen fallen immer wieder solche sogenannten Fernzulassungen auf, bei denen ein ausländischer Autohändler in Deutschland ein Fahrzeug kauft und dann mittels Kurierfahrer in das Zielland - wie hier Ungarn - überführen lassen will. Der Fahrer bekommt zwar meist ein gültiges Fahrtenbuch und Händlerkennzeichen für die Überführungsfahrt mit und bringt diese dann aus seiner Sicht auch ordnungsgemäße am Fahrzeug an, erlaubt ist diese Art der Ausfuhr aber dennoch nicht.

Ein Fahrzeug das im Bundesgebiet gekauft wird unterliegt der deutschen Zulassungs- und Steuerverordnung. Der Mann oder seine Firma hätten also bei der zuständigen Zulassungsstelle deutsche Ausfuhr- oder Kurzzeitkennzeichen beantragen und am Fahrzeug anbringen müssen, um den Wagen nach Ungarn bringen zu können. Das wissen die Fahrer aber oftmals nicht und machen sich dann regelmäßig einem Vergehen des Kennzeichenmissbrauchs, sowie Verstößen nach der Zulassungs- und Abgabenordnung schuldig.

Die Krux an der Sache. Kauft die ausländische Firma das Fahrzeug nicht in Deutschland sondern zum Beispiel in Frankreich oder Italien und fährt der Kurierfahrer hier im Transit nur durch, ist diese Art der Zulassung wieder erlaubt, weil das Fahrzeug zum Zeitpunkt des Kaufes keinen regelmäßigen Standort in Deutschland hatte und dann auch nicht der deutschen Zulassungsverordnung unterliegt.

Im Fall des 68-jährigen Ungarn wurde die Weiterfahrt an der Kontrollstelle untersagt. Ein Freund des Mannes war jedoch mit einem Autoanhänger unterwegs, so dass das Fahrzeug auf den Hänger verladen werden und die Fahrt Richtung Ungarn mit etwas zeitlicher Verzögerung fortgesetzt werden konnte.

Presemitteilung Grenzpolizeistation Burghausen

Rubriklistenbild: © Grenzpolizeistation Burghausen

Kommentare