Erfolgreiche Suchaktion bei Neuötting

Auch Hubschrauber im Einsatz: Bundespolizei nimmt 13 Personen fest

Neuötting - Die Bundespolizei hat am Donnerstag (2. Oktober) bei Neuötting gemeinsam mit der Bayerischen Polizei zehn mutmaßlich eingeschleuste Iraker, zwei Syrer sowie einen ihrer Schleuser festgenommen. Eine Spaziergängerin hatte die Polizei informiert, da ihr in einem Maisfeld Personen aufgefallen waren, die sich verdächtig verhielten.

Die Mitteilung der Bundespolizei im Wortlaut


Am Donnerstagmittag machte eine 54-Jährige bei einem Spaziergang nahe Neuötting eine eigenartige Beobachtung. In einem Maisfeld fielen ihr acht Personen auf, die sich dort augenscheinlich versteckten. Auf Nachfrage erklärten die Männer, dass sie auf einen Freund warten würden. Als sich kurz darauf tatsächlich ein Auto näherte, verständigte die aufmerksame Spaziergängerin die Altöttinger Polizei.

Die Bayerischen Beamten waren schnell vor Ort und konnten dadurch sowohl die acht Männer als auch deren Abholer festnehmen. Da von weiteren Personen auszugehen war, leitete die Bundespolizei umgehend weitere Fahndungsmaßnahmen ein - dabei unterstützte ein Polizeihubschrauber die Suchaktion aus der Luft.


Kurze Zeit später nahmen Mühldorfer Bundespolizisten vier Personen im Bereich der dortigen Staatsstraße fest. Die insgesamt zehn Iraker im Alter von 16 bis 32 Jahren, ein 27-und ein 5-jähriger Syrer sowie deren Abholer, ein 55-jähriger Syrer mit festem Wohnsitz in Deutschland, brachten die Bundespolizisten zum Revier am Mühldorfer Bahnhof.

Die Bundespolizei Mühldorf zeigte die elf strafmündigen irakischen und syrischen Staatsbürger wegen unerlaubter Einreise und unerlaubten Aufenthaltes an. Vier Iraker stellten Schutzersuchen und wurden an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge weitergeleitet. Das Jugendamt nahm die beiden 16 und 17 Jahre alten Iraker in Obhut.

Der 27-jährige Syrer und sein fünfjähriger Sohn wurden ebenfalls an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge weitergeleitet. Die vier übrigen Männer wurden nach Österreich zurückgeschickt.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft ermittelt die Bundespolizei nun gegen den 54-jährigen Abholer wegen Schleusungsverdacht. Da er plötzlich über Herzkreislaufprobleme klagte, wurde er in ein Krankenhaus gebracht.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Freilassing

Rubriklistenbild: © Matthias Balk/dpa

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