Kontrolle auf der B12 bei Marktl

Zwei Männer versuchen, illegale Arbeitskraft einzuschleusen - Polizei ermittelt

B12/Marktl - Sonntagmittag an der B12 bei Marktl zogen die Burghauser Grenzpolizisten einen schwarzen Audi A6 zur Kontrolle aus dem Verkehr. Im Wagen befanden sich drei Männer, die zur Identifizierung serbische Reisepässe vorlegten.

Alle drei Insassen waren sichtlich nervös und der Grund dafür wurde schnell offenbar: der mit 19 Jahren jüngste Serbe war in Deutschland im Gegensatz zu seinen Reisegenossen nicht gemeldet. Er hatte einen Koffer dabei, in dem sich ein (nicht unterschriebener) Arbeitsvertrag mit dem Gebäudereinigungbetrieb eines der weiteren Männer im Auto befand.


Die besagte Gebäudereinigungsfirma existierte zwar, allerdings unter der Wohnanschrift des 42-jährigen in Baden-Württemberg, unter der auch noch 20 andere Parteien gemeldet waren. Zudem kannten die dortigen Behörden den Serben nur als slowenischen Staatsbürger, was weitere Ermittlungen der Polizei anstieß.

Der 48-jährige Fahrer des Autos bestätigte, den jungen Serben in Österreich abgeholt zu haben. Insgesamt ergab sich für die Burghauser Grenzpolizisten das Bild der Schleusung eines serbischen und damit nicht EU-Bürgers ohne Aufenthaltstitel zur illegalen Arbeitsaufnahme in Deutschland.


Die Anzeigen gegen die drei Männer lauteten daher auf Vergehen gegen das Aufenthaltsgesetz einmal wegen illegalen Aufenthalts und zweimal auf Einschleusen von Ausländern.

Pressemitteilung Grenzpolizeistation Burghausen

Rubriklistenbild: © Bundespolizei Symbolbild

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