Asylbewerber wehrt sich gegen Verlegung aus Waldkraiburg

Aggressiver 25-jähriger versucht Polizisten zu entwaffnen

Waldkraiburg - Als ein 25-jähriger am Donnerstag, 30. Juli, in eine andere Asylunterkunft in Bayern verlegt werden sollte, wurden die Polizeibeamten von dem Mann beleidigt und beschimpft, später versuchte der Asylbewerber sogar eine Dienstwaffe zu ergreifen.

Die Meldung im Wortlaut


Aufgrund einer Anordnung der Regierung von Oberbayern sollte am Donnerstag, den 30. Juli, vormittags, ein 25-jähriger Asylbewerber von der Anker-Dependance Waldkraiburg in eine andere Unterkunft in Bayern verlegt werden. Hierzu bat die Regierung um Amtshilfe bei der Polizei Waldkraiburg. Die Verlegung war notwendig geworden, weil er sich zunehmend aggressiv in der Unterkunft verhalten hat und auch den Vertreter der Regierung von Oberbayern massiv bedrohte. Erst am Vortag der geplanten Verlegung wurde der Mann wegen unerlaubter Einreise und unerlaubten Aufenthalts zu einer Geldstrafe verurteilt.

Als die Polizeibeamten in der Anker-Dependance am Neisseweg den Mann in seinem Zimmer antrafen, wollte er der Verlegung keine Folge leisten. Nachdem der Mann die Beamten beleidigte und beschimpfte und deutlich seinen Unmut gegen die Verlegung äußerte, wendeten die Beamten unmittelbaren Zwang an.


Dabei versuchte der Asylbewerber nach der Waffe eines Polizeibeamten zu greifen, was ihm aber nicht gelang. Der 25-Jährige mit nigerianischer Abstammung wurde unter Anbringung von Handfesseln auf die Dienststelle in die Arrestzelle verbracht. Das zuständige Amtsgericht erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft umgehend Haftbefehl. Der Mann wurde noch am selben Tag in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Pressemitteilung der Polizeiinspektion Waldkraiburg.

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