Freitagmittag in Aschau am Inn

Frauen gehen im Wald spazieren und hören Hilfeschreie - Großeinsatz

Aschau am Inn - Zu einem Großeinsatz ist es am Freitagmittag in Aschau-Werk gekommen. Ein 53-jähriger Mann hat sich selbst verletzt.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Am 3. Mai gegen 12.45 Uhr ereignete sich in Aschau am Inn/Aschau-Werk ein größer angelegter Polizeieinsatz, nachdem sich eine psychisch labile Person in einem Einfamilienhaus selbst absichtlich schwer verletzt hatte. Dafür unterstützten auch die Feuerwehren Aschau und Waldkraiburg mit insgesamt 30 Einsatzkräften sowie der Rettungsdienst und ein Notarzt, da die Lage zunächst nicht ganz klar war.

Die verletzte Person - ein 53-Jähriger aus dem Landkreis Mühldorf am Inn - musste aufgrund der schweren Verletzungen mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen werden.

Aufgrund der lauten Hilfeschreie eines Zeugen wurden zwei Frauen, die unweit des Ereignisortes im Wald spazieren waren, hellhörig und informierten umgehend die Polizei über ihre Wahrnehmungen. Die Hilferufe konnten zum Zeitpunkt nicht eindeutig zugeordnet werden.

Da zu Beginn der Mitteilungen zuerst kein unmittelbarer Zusammenhang zwischen den Ereignisorten Aschau-Werk und dem Waldstück an den Bahngleisen, ebenfalls in Aschau-Werk, hergestellt werden konnte, wurden beide Örtlichkeiten durch Polizeistreifen angefahren.

Nachdem vor Ort bei dem Einfamilienhaus in Aschau-Werk schnell die Informationen vorlagen, dass es sich um selbst zugefügte Verletzungen handelte und keine weitere Person beteiligte war, wurde den durch die Frauen wahrgenommen Hilferufe im Wald nachgegangen.

Da es sich um ein weitläufiges Waldstück handelt, wurde ein Polizeihubschrauber zur Absuche angefordert, der den beschriebenen Bereich abflog. Zudem wurde durch mehrere Polizeistreifen das Waldgebiet abgesucht - ohne Feststellungen.

Wie sich herausstellte, handelte es sich bei den im Wald wahrgenommenen Hilferufen um die Hilfeschreie des Zeugen, der den schwer verletzten 53-Jährigen erstversorgte. Beide Örtlichkeiten lagen nur zirka 300 bis 400 Meter entfernt. Zudem war der Wind so günstig, dass man die Rufe auch bei späteren Versuchen eindeutig wahrnehmen konnte.

Die Bevölkerung war zu keinem Zeitpunkt in Gefahr, dennoch musste die Polizei mit einem Großaufgebot der Sache nachgehen, um jeglichen Verdacht ausschließen zu können.

Pressemeldung der Polizeiinspektion Waldkraiburg

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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