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AOK Mühldorf informiert zum Kindersicherheitstag am 10. Juni

Kinderunfälle - So wird das eigene Heim sicher

Unordnung im Wohnzimmer: Gerade in den unteren
Schrankreihen sollten keine gefährlichen Gegenstände
aufbewahrt werden.
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Unordnung im Wohnzimmer: Gerade in den unteren Schrankreihen sollten keine gefährlichen Gegenstände aufbewahrt werden.

„Die meisten Unfälle von kleinen Kindern passieren in den eigenen vier Wänden“, so Dieter Trost von der AOK Altötting/Mühldorf. Am 10. Juni ist Kindersicherheitstag und zu diesem Anlass informiert die AOK über mögliche Gefahren, die für kleine Kinder im eigenen Zuhause lauern.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Mühldorf - Stürze, Verbrennungen und Verbrühungen, Schlucken von Gegenständen, von Medikamenten oder giftigen Haushaltsmitteln und sogar Ertrinken: „Die meisten Unfälle von kleinen Kindern passieren nicht auf der Straße, sondern in den eigenen vier Wänden“, sagt Dieter Trost von der AOK-Direktion Altötting/Mühldorf.

„Doch die Gefahren zu Hause werden von den Eltern oft unterschätzt.“ Nur neun Prozent der Eltern gehen davon aus, dass ihr Kind in der eigenen Wohnung gefährdet ist, wie eine Elternumfrage der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V. ergab.

Aus Sicht der Eltern ist der Straßenverkehr die größte Gefahrenquelle, doch dort passieren tatsächlich nur sieben Prozent der Unfälle bei Kindern bis zu fünf Jahren – zu Hause dagegen über 60 Prozent. Insgesamt müssen zwei Millionen Kinder jedes Jahr nach einem Unfall zum Arzt gebracht, weitere knapp 200.000 sogar im Krankenhaus behandelt werden.

Mögliche Gefahren zuhause verringern

So ist die Küche ein verheißungsvoller, aber auch gefährlicher Ort: Schnell kann zum Beispiel die Hand an der heißen Herdplatte verbrannt sein, zumal Kinder noch nicht so schnell reagieren und die Finger wegziehen können. „Auch elektrische Küchengeräte wie Wasserkocher oder Kaffeemaschine sollten für die kleinen Entdecker außer Reichweite verstaut sein“, rät Trost. Das gilt ebenso für die dazugehörigen Kabel.

Auch abseits der Elektrogeräte lauern Gefahrenquellen. Daher sollten Tischdecken auf Küchen- und Esstischen ebenfalls entfernt werden, denn Kinder ziehen gerne daran, sodass Kaffeebecher und Teekannen samt heißem Inhalt herunterfallen und zu schweren Verbrennungen bei den Kleinen führen können.

Bei Kinderunfällen Ruhe bewahren

Wenn Kinder sich verbrennen oder verbrühen, sollten Eltern Ruhe bewahren und ihr Kind beruhigen. Zuerst sollte in Brand geratene Kleidung mit Wasser gelöscht oder die Flammen mit einer Decke erstickt werden. Bei Verbrühungen muss die mit heißer Flüssigkeit durchtränkte Kleidung rasch, aber vorsichtig ausgezogen werden.

„Kleinflächige Verbrennungen, zum Beispiel am Finger, werden am besten mit handwarmem Wasser - mindestens 15 Grad Celsius- für 10 bis 15 Minuten gekühlt“, so Dr. Ralph Selbach, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin und Beratungsarzt bei der AOK Bayern.

Bei großflächigen Verbrennungen, auch bei Kleinkindern und Säuglingen, wird nicht gekühlt, da das zu einer gefährlichen Unterkühlung führen kann. Besser ist es, betroffene Körperteile mit einem keimfreien Verbandtuch abzudecken und schnell den Notruf 112 wählen. „Brandsalben, Brandbinden oder Öl dürfen nicht auf die Wunde aufgetragen werden, weil sie die Hitze im Gewebe halten und so verhindern, dass die Haut mit Luft versorgt wird“, so Selbach. Auch sogenannte Hausmittel wie Mehl, Puder oder Öl sind tabu.

In der Badewanne zu planschen, das macht besonders großen Spaß. Doch Vorsicht: Gerade Säuglinge können selbst bei einer Wassertiefe von nur fünf Zentimetern ertrinken. Deshalb sollten Eltern Babys und Kleinkinder im Wasser immer selbst beaufsichtigen und die Aufsicht auch nicht älteren Geschwisterkindern überlassen.

Eine große Gefahr im Bad geht auch von elektrischen Geräten aus. Eltern sollten ihren Kindern erklären, dass Wasser und Strom eine lebensgefährliche Kombination darstellen. Fön und Rasierapparat sollten nach Gebrauch vom Netz genommen und weggeräumt werden.

Eigene vier Wände aus Kindersicht betrachten

Eltern sollten die Wohnung also aus der Perspektive des Kindes begutachten: Welche Steckdosen müssen wir absichern? Sollten wir ein Schutzgitter an die Treppe und an den Herd montieren? Sind Putzmittel verschlossen im Schrank? Welche Regale wackeln? Bestehen die Spielzeuge aus nicht zu kleinen Teilen? Und nicht zuletzt: Sind Fenster und Türen mit kindersicheren, ab- schließbaren Griffen versehen?

Weitere Informationen:

www.aok.de > Suche Kinderunfälle

www.kindersicherheit.de (Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V.)

www.kinderaerzte-im-netz.de > Erste Hilfe

Pressemitteilung der AOK Bayern – Direktion Mühldorf

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