Kriminalitätsstatistik 2017

Polizei Altötting zieht Bilanz: Kriminalität geht weiter zurück

Altötting - Auch im Jahr 2017 nahm die Zahl der Straftaten im Zuständigkeitsbereich der Polizei Altötting und Burghausen ab. 

Für rund 67.300 Einwohner ist die Polizei Altötting in den Städten Altötting, Burgkirchen (OT Gendorf), Emmerting, Erlbach, Garching/Alz (ohne OT Wald) , Kastl, Marktl (ohne OT Bergham), Neuötting, Perach, Pleiskirchen, Reischach, Stammham, Teising, Töging/Inn, Tüßling, Winhöring und Unterneukirchen zuständig. 

Entwicklung im Zuständigkeitsbereich Polizei Altötting und Burghausen (Lkr. Altötting)

Im Zuständigkeitsbereich der Polizei Altötting und Burghausen sind - nach einem bereits leichten Rückgang der Kriminalität im Jahr 2016 - im Jahr 2017 die registrierten Straftaten nochmals um weitere 1.153 Taten auf 4.214 Fälle zurückgegangen.

Entwicklung im Zuständigkeitsbereich der Polizei Altötting (Lkr. Altötting, nördlich der Alz)

Insgesamt

Im Zuständigkeitsbereich der Polizei Altötting sank die Zahl der registrierten Straftaten um 428 Taten auf 2.444. Somit gingen die Fälle registrierter Kriminalität um 14,9 % zurück. Die Aufklärungsquote betrug 67,8% (im Vergleich zu 66,3 % im Vorjahr), diese lag somit über der bayernweiten Quote von 67 %.

Nach Delikten

  • Die meisten in einem einzelnen Deliktfeld registrierten Straftaten waren Diebstähle jedweder Art mit insgesamt 623 Fällen und machten damit knapp über ein Viertel der gesamten Kriminalität aus. Festzustellen ist in diesem Zusammenhang, dass die Zahl der schweren Diebstähle, zu denen u.a. die Wohnungseinbrüche zählen, im Jahresverlauf zurückgegangen ist (111 Fälle weniger im Vergleich zum Vorjahr!). 
  • Wie die Jahre zuvor umfasst der Bereich der „sonstigen Straftaten nach dem Strafgesetzbuch“ die zweithöchste Zahl an Fällen. Nach einem Anstieg 2016 auf 729 sank die Zahl der Taten im Jahr 2017 auf 641 (-12,1%). Der Hauptanteil der sonstigen Straftaten fällt in den Bereich jedweder Sachbeschädigung mit 285 Fällen. (Dies entspricht -45 Fälle). 
  • Fast konstant blieb im Berichtsjahr die Zahl der „Rohheitsdelikte“. Im Vergleich zu 465 Fällen im Jahr 2016 wurden im Jahr 2017 464 Fälle registriert. Dieses Deliktfeld, mit einer Aufklärungsquote von 90,9 %, steht somit auf Platz 3 in der Statistik. Den Hauptanteil an den Rohheitsdelikten bilden Körperverletzungsdelikte einfacher oder schwerer, beziehungsweise gefährlicher Natur mit 362 Anzeigen im Jahresverlauf.
Mit 362 Fällen von Körperverletzung, stiegen diese Art der Vorfälle zum Vorjahr um lediglich 3 Fälle.
  • Im Bereich der sogenannten „Straßenkriminalität“ konnten ebenfalls rückläufige Zahlen festgestellt werden (406 Taten, -19,3%). Das Feld Straßenkriminalität umfasst jegliche Delikte - derzeit 16,6 % der Gesamtkriminalität - welche im öffentlichen Verkehrsraum stattfinden. 
  • Weiter konnte auch im Bereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte ein Rückgang verzeichnet werden. Hier betrug die Anzahl der registrierten Straftaten im Jahr 2017 356 Fälle. 
  • Insbesondere die Anzahl der Betrugsdelikte sank um 19,6 % auf 262 Fälle. 
  • Hingegen musste wiederum ein Anstieg der Rauschgiftkriminalität um 69,8 % auf insgesamt 214 Fälle verzeichnet werden. 
  • Der Anteil von Straftaten nach dem Betäubungsmittelgesetz beträgt in diesem Jahr 8,8 % der Gesamtkriminalität.

Kriminalitätsentwicklung nach Personen

Bei den Straftätern handelte es sich um insgesamt 939 männliche und lediglich 290 weibliche Personen. Die Zahl der Straftaten, die durch nichtdeutsche Personen erfolgte, sank im Vergleich zum Vorjahr um 34,6 %. Damit waren 27,2 % der Straftäter nichtdeutscher Personen. 

Die Altersverteilung der Tatverdächtigen kann der folgenden Tabelle entnommen werden:

Verteilung auf strafrechtlich relevanten Lebensalter

In den Vorjahren waren die meisten ermittelten Kinder als Täter eines Ladendiebstahles auffällig geworden. In der Altersgruppe der Jugendlichen und Heranwachsenden spielte weiterhin der Körperverletzungsbereich eine dominante Rolle. Diese Tendenz war auch im Jahr 2017 zu erkennen. Straftaten von Kindern und Jugendlichen im Bereich des Aufenthalts- und Asylgesetzes waren mit insgesamt 19 Fällen weiter rückläufig. Im Vergleich zum Vorjahr konnte hier ein weiterer deutlicher Rückgang um 189 Fälle (90,9 %) verzeichnet werden.

Kriminalitätsentwicklung in den einzelnen Gemeinden

Die Zuordnung einzelner Tatorte zu den Gemeinden im Dienstbereich der Polizei Altötting wird in der folgenden Tabelle dargestellt. Die Häufigkeitszahl beschreibt die Anzahl der angezeigten Straftaten in Bezug auf 1.000 Gemeindebewohner:

Zuordnung einzelner Tatorte zu den Gemeinden im Dienstbereich der Polizei Altötting in Bezug auf 1.000 Gemeindebewohner

Pressemeldung Polizei Altötting

Rubriklistenbild: © Montage (Symbolbild) dpa

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