Runde 7 bei den Champions des Alltags

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Rosenheim/Mühldorf - Runde sieben bei den Champions des Alltags: Wer hat es verdient, für sein Engagement für die Mitmenschen ausgezeichnet zu werden?

Kandidatin 19: Martina Pichlmeier aus Gars

Pflege rund um die Uhr

Martina Pichlmaier aus Gars

Gebaut haben Martina Pichlmeier und ihr Mann neben ihrem Elternhaus, „damit wir da sind, wenn die Eltern alt sind“. 2006 erlitt der Vater einen Schlaganfall und war ein Pflegefall. Zwei Jahre versorgte die 48-jährige Garserin den Vater. Drei Monate nach seinem Tod 2008 erlitt die Mutter einen schweren Schlaganfall. Seitdem braucht sie eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung. Wenn die drei Kinder in der Schule sind, geht Martina Pichlmeier zur Mutter, die noch im eigenen Haus lebt. Waschen, Frühstücken, das heißt die 83-Jährige füttern, vorsichtig, damit sie sich nicht verschluckt, Insulin spritzen, Tabletten geben, in Rollstuhl setzen, bei schönem Wetter hinaus ins Freie. „Meine Geschwisten unterstützen mich sehr“, sagt Martina Pichlmair, für die die Pflege eine Selbstverständlichkeit ist.

Kandidat 20: Konrad Strasser aus Chieming 

Hilfsbereitschaft in Person

Konrad Strasser aus Chieming

„Es hilft ja nix“, sagt Konrad Strasser, wenn man ihn auf seine Hilfsbereitschaft anspricht, „einer muss es ja machen“. Wo immer ein Problem auftaucht, ist der 54-Jährige zur Stelle. „Das war schon immer so“, sagt er und macht kein großes Aufheben. So verschiebt er seinen Urlaub um einen Tag, weil jemand Hilfe beim Hausbau braucht, zieht mit Traktor und Winde frühmorgens Autos aus dem Straßengraben, fährt nachts ein krankes Pferd in die Tierklinik („Es wissen halt alle, dass ich einen Hänger habe.“) oder taucht ungefragt bei starkem Schneefall beim Kollegen auf, um mit seinem Schneepflug zu helfen. Kürzlich hat er einen Milchlaster, der halb im Straßengraben gelandet war und umzukippen drohte, mit der Winde herausgezogen. „Da braucht man doch nicht die Feuerwehr rufen“, meint Strasser. ku

Kandidatin 21: Kathrin Köstler aus Rosenheim

Voll im Leben trotz Handicap

Kathrin Köstler aus Rosenheim

Sie ist von Geburt an körperlich behindert, ihre Lebensfreude lässt sie sich aber nicht nehmen: Kathrin Köstler (38) leitet seit 14 Jahren die „Rollenden Nachtschwärmer“, ein Gruppe von 30 körperbehinderten Menschen aus Stadt und Landkreis Rosenheim unter dem Dach der ambulanten Hilfen der Caritas. Alle zwei Wochen unternehmen sie etwas gemeinsam: Restaurantbesuche und Ausflüge, Bowling und Joga, Theater und Kino. Der Europapark Rust stand ebenso auf dem Programm wie Tierpark oder Herbstfest. Kathrin Köstler macht die Planung, organisiert Ausflüge, bucht Zimmer und reserviert Karten. Weil der Spezialbus für Rollstuhlfahrer teuer ist, akquiriert sie nebenbei noch Spenden. Vor drei Wochen hat sie für eine geplante Fahrt in den Bayerischen Wald sogar ein Benefizkonzert auf die Beine gestellt.

vo/ku/mmü/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: OVB online

Rubriklistenbild: © vo/mmü/ku

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