Jetzt ist der Ernst da!

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Zangberg - Ernst ist in Zangberg angekommen! Der Stier, der eigentlich ein Ochse ist, soll ab sofort seinen Sexappeal spielen lassen und die entlaufene Kuh Yvonne anlocken.  **Jetzt mit neuen Bildern und Video**

Gegen 10 Uhr sollte Stier Ernst seine Heimat in Gut Aiderbichl bei Deggendorf verlassen und sich via Vieh-Anhänger auf den Weg nach Zangberg machen. Aufgrund zahlreicher Interviews, die gegeben werden mussten, hat sich das aber bis nach Mittag verzögert.

Um 13.30 Uhr schließlich traf Ernst, der eigentlich gar kein Stier sondern ein Ochse ist, endlich unter gewaltigem Medienrummel ein. Begleitet wurde er von seinem Halter Christian Kögel und Gut Aiderbichl-Gründer Michael Aufhauser.

Ankunft Ochse Ernst Zangberg

Zwei Mitarbeiter von Gut Aiderbichl richten das Liebesnest her: Hier soll Stier Ernst Kuh Yvonne anlocken

Auf der Wiese vor dem Waldstück, in dem Kuh Yvonne (6) seit ein paar Wochen die Freiheit genießt, wurde schon ein Liebesnest für die beiden geschaffen: Die Aiderbichl-Mitarbeiter Hans Wintersteller und Birgit Hojnik haben ein Fleckerl eingezäunt, mit Stroh auslegt und Rindvieh-Köstlichkeiten wie Silage und einen Salzleckstein hergerichtet. Der Stier wird vorerst alleine stehen. Die Tierretter hoffen, dass ihn das bald animiniert, nach Gesellschaft zu rufen.

Die entlaufene Kuh Yvonne

Die Aiderbichler haben auch noch ein paar Nachforschungen zu Yvonne betrieben. Yvonnes Freiheitsdrang kommt nämlich nicht aus heiterem Himmel: Das Rindvieh stammt ursprünglich von einem Bauernhof in Kärtnen. Dort durfte die sechsjährige Kuh im Sommer immer auf die Alm, ganz ohne Zäune und Ketten. Nur im Winter ging es in den Stall.  Yvonne war ihrem  Bauern auch als sehr intelligent und sehr sensibel aufgefallen. Die Monate, in denen sie angebunden in Reih und Glied mit den anderen Rindern stand, sollen für sie sehr schwer gewesen sein.

Die Jagd nach Kuh Yvonne:

Die Jagd nach Kuh Yvonne

Übrigens heißt sie eigentlich gar nicht Yvonne  oder "Bambi" sondern Angie. Ihren neuen Namen hat sie von Michael Aufhauser, Gründer von Gut Aiderbichl, bekommen. Auf der Homepage von Gut Aiderbichl heißt es:

"Das Credo von Michael Aufhauser ist: Tierschutz ist auch Menschenschutz. So wurde er hellhörig, als sich eine 50-jährige Aiderbichlerin aus Frankfurt mit der Bitte an uns wandte, ihre beiden Katzen zu übernehmen. Er rief die hinterlassene Nummer an und wurde auf die Palliativ-Station eines Krankenhauses in Frankfurt verbunden.

Aiderbichler Patin Yvonne antwortete. Sie wusste, dass sie nur noch eine kurze Zeit zu leben hatte. Ihr Mann sei Busfahrer und kann sich nicht wirklich um die Katzen kümmern.

Michael Aufhauser tröstete sie und versprach, die Katzen aufzunehmen. Selbst konnte sie die Katzen nicht mehr bringen. Er besuchte Yvonne im Krankenhaus in Frankfurt, denn von ihrem Mann hatte er erfahren, dass ihr das sehr viel bedeuten würde.

Während seines Besuches kam ein Anruf von Hans Wintersteller, der über seine Suche nach der entflohenen Kuh berichtete. Yvonne und Michael Aufhauser heckten aus, dass diese Kuh von nun an Yvonne heißt und dass ihr Schicksal von den besten Wünschen der schwerkranken Frau begleitet wird.

Vergangenen Freitagabend rief Michael Aufhauser Yvonne in Frankfurt an und berichtete von der Kuh Yvonne und der Ex-Labor-Beagle-Hündin Daisy. Ihr wurde vor drei Jahren unheilbarer Krebs diagnostiziert und sie lebt dennoch bis heute schmerzfrei bei ihm. Mit den Worten, "Mir geht's auch schon ein bißchen besser", verabschiedete sie sich und ging am nächsten Morgen friedlich über die Regenbogenbrücke."

Yvonne genießt die Freiheit:

Die Kuh, die ein Reh sein wollte

re/ck

Rubriklistenbild: © dpa/Aiderbichl

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