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Winhöring: Hochwasserschutz für den Ortsteil Burg

Wasserwirtschaftsamt Traunstein beginnt Sanierung der Sperren im Burgerbach – Pegelmesser als Frühwarnsystem

Die Arbeiten zum Hochwasserschutz im Winhöringer Ortsteil Burg beginnen an der unteren Sperre im Burgerbach. Eine Zufahrtsstraße zur Baustelle ist bereits angelegt.
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Die Arbeiten zum Hochwasserschutz im Winhöringer Ortsteil Burg beginnen an der unteren Sperre im Burgerbach. Eine Zufahrtsstraße zur Baustelle ist bereits angelegt.

Es ist ein unscheinbares Rohr aus Plastik. Aber die Technik, die in ihm steckt, kann Leben retten: Ein Hochwasserwarnpegel misst ab sofort den Wasserstand an der oberen Sperre des Burgerbachs im Winhöringer Ortsteil Burg. Droht Gefahr durch Hochwasser, werden die Daten per SMS an Vertreter der Gemeinde, der Feuerwehr und des Traunsteiner Wasserwirtschaftsamtes übermittelt, die das weitere Vorgehen koordinieren.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Winhöring - Der Hochwasserwarnpegel ist Teil des Sanierungskonzeptes für die beiden Sperren am Burgerbach. Erarbeitet hat es die Traunsteiner Behörde mit dem Ziel, die Menschen in Burg vor einem 100-jährlichen Hochwasser zu schützen.

Gefahrenmeldung kommt per SMS

Der Hochwasserwarnpegel ist an der oberen der beiden Sperren angebracht. Sie besteht aus einer querstehenden Betonmauer und einem dahinterliegenden Rückhaltebecken, in dem sich das Hochwasser sammeln kann. In der oberen Hälfte der Mauer befindet sich eine kleine Aussparung, der 90 mal 65 Zentimeter große Grundablass. Über ihn kann das Wasser aus dem Rückhaltebecken abfließen. Übersteigt der Wasserstand die 90 Zentimeter Durchflusshöhe, sendet der Pegelmesser Daten an einen Sender im Rohr, der dann per SMS eine Warnmeldung verschickt. Eine weitere Meldung wird verschickt, wenn der Wasserstand 2,80 Meter erreicht – also kurz bevor die Sperre überströmt wird.

Frühwarnsystem ergänzt Sanierung der Sperren

Der Einbau des Hochwasserwarnpegels dient als Frühwarnsystem, solange die Sanierungsarbeiten an den beiden Sperren nicht abgeschlossen sind. Die Sperren stammen aus dem Jahr 1963 und genügen nicht mehr den modernen Anforderungen an Hochwasserschutz. Eine Herausforderung beim Umbau ist die unwegsame Hanglage des Burgerbachs oberhalb von Burg: Sie erschwert die Zufahrt zu den Baustellen. Für die Bauarbeiten, die an der unteren Sperre beginnen, wurde daher eine Baustraße angelegt. In den kommenden Monaten wird zunächst das stark verschlammte Rückhaltebecken freigeräumt und auf seinem Grund mit einer Schicht aus Kies versehen. Das Querbauwerk wird gereinigt, an den Seiten erhöht sowie fest im Hang verankert. Der so entstehende, tieferliegende Abfluss macht im Hochwasserfall einen gebündelten, kontrollierten Abfluss des Wassers ins Becken möglich. Ihm vorgeschaltet, hält ein Rechen aus Stahlträgern Schlamm, Geröll und Totholz zurück.

Umbau bis Frühjahr 2024 abgeschlossen

Die Arbeiten sollen im Frühjahr 2023 abgeschlossen sein. Im Winter desselben Jahres starten die Umbauten an der oberen Sperre. Vollständig umgesetzt sein wird das Hochwasserschutz-Konzept im Frühjahr 2024. Eine positive Nachricht vor allem für die Menschen, die im Bereich des Schwemmkegels des Burgerbachs leben.

Pressemitteilung Wasserwirtschaftsamt Traunstein

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