Haushalt: Winhöring macht den Finanz-Spagat

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Winhöring - Den Haushalt weiter konsolidieren und trotzdem investieren - und das auch noch bei geringeren Zuweisungen durch den Staat. Die wichtigsten Zahlen des Haushalts:

10,757 Millionen Euro - das Gesamtvolumen des Haushalts der Gemeinde Winhöring bewegt sich - wie schon das seines Vorgängers - auf rekordverdächtigem Niveau. Heuer steckt in dem Zahlenwerk ein kleiner "Finanz-Spagat". Die Gemeinde will 2015 investieren ohne die Konsolidierung des Haushaushalts zu stoppen.

Mehr Umlage, weniger Zuweisungen

Positiv für die Gemeinde: Die Gewerbesteuer dürfte heuer wieder einen erklecklichen Betrag in die Kasse spülen. Der Ansatz im Haushalt wurde von 100.000 auf 1 Million Euro erhöht. 2014 lag das tatsächliche Gewerbesteueraufkommen sogar bei 1,2 Millionen Euro. Kämmerin Christa Tausch nennt den Ansatz von einer Million Euro "moderat". "Wir sind guter Dinge, dass es aufgrund der wirtschaftlichen Situation ein gutes Jahr wird", sagt Tausch gegenüber innsalzach24.de. Man sei sich ziemlich sicher, dass man Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von einer Million Euro erreichen könne. "Alles, was zusätzlich kommt, ist eine schöne Dreingabe". Allerdings sei die Gewerbesteuer immer eine etwas "variable Größe". Wie viele Einnahmen die Steuer der Gemeinde tatsächlich beschert, wird also das laufende Jahr zeigen.

Eine Belastung für den Haushalt ist, dass die Gemeinde aufgrund ihrer Steuerkraft heuer 300.000 Euro mehr Kreisumlage zahlen muss und die staatlichen Zuweisungen um 200.000 Euro sinken. Ein großer Trumpf der Gemeinde ist die Allgemeine Rücklage, die dank des guten Haushaltsjahres 2014 einen Sprung auf 2,65 Millionen Euro gemacht hat. Für das laufende Jahr plant die Gemeinde deshalb, zur Realisierung der Projekte 436.300 Euro aus der Rücklage zu entnehmen.

Schulden sinken um eine halbe Million Euro

Der Vermögenshaushalt ist 2015 mit 2,64 Millionen Euro zwar rund eine halbe Million Euro kleiner als im Vorjahr - große Investitionen gibt es dennoch. 470.000 Euro sind für Straßenbaukosten in der Kronberger Straße (sowie für Baunebenkosten) eingeplant, 230.000 Euro fließen in Tiefbaumaßnahmen in den zwei Gewerbegebieten Eisenfelden (alt und neu), 200.000 Euro steckt die Gemeinde in den Breitbandausbau und 160.000 Euro sind für den Gehweg Eisenfelden (vom Bahnhof bis zur St 2876) veranschlagt.

Die Schulden will die Gemeinde weiter abbauen. Geplant ist eine Tilgung in Höhe von insgesamt 522.000 Euro - ein Rekordwert. Damit sinkt der Schuldenstand der Gemeinde auf 6,56 Millionen Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung reduziert sich so von 1522 auf 1408 Euro. Für 2015 ist eine Kreditaufnahme von 200.000 Euro im Haushalt enthalten - allerdings nur prophylaktisch. Nur im Notfall soll tatsächlich ein Kredit aufgenommen werden, etwa um die geplanten Investitionen realisieren zu können.

Der Gemeinderat hat dem Haushalt in seiner Sitzung am Dienstagabend einstimmig zugestimmt.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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