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Auf Höhe des Sportplatzes

Bau am Wehr in Winhöring startet: Neue Laich- und Nahrungsplätze für Fische

Abstürze wie dieser in der Isen bei Winhöring sind für Fische ein großes Hindernis auf der Suche nach Nahrung und Laichplätzen.
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Unüberwindbar: Abstürze wie dieser in der Isen bei Winhöring sind für Fische ein großes Hindernis auf der Suche nach Nahrung und Laichplätzen.

Das Wasserwirtschaftsamt Traunstein will bessere Lebensbedingungen für Fische, die vom Inn in die Isen schwimmen, schaffen. Und baut daher die beiden betonierten Abstürze der Isen im Gemeindegebiet Winhöring um. Sie stoppen bisher wertvolle Arten wie Nasen, Barben und Äschen auf ihrem Weg flussaufwärts. 

Meldung im Wortlaut

Winhöring - Ziel ist es, den Tieren auf einer Länge von rund fünf Kilometern neue und geeignete Plätze zum Laichen und zur Aufnahme von Nahrung zu bieten. Die Bauarbeiten am Absturz auf Höhe des Sportplatzes beginnen am Mittwoch (10. November) und werden voraussichtlich bis in die Weihnachtszeit dauern. Die Kosten in Höhe von rund 500.000 Euro übernimmt der Freistaat Bayern. Beeinträchtigungen für Anlieger bestehen während der Arbeiten nicht. Das Betreten der Baustelle ist verboten. 

Ohne Hindernisse zurück in den Inn

Nachdem der örtliche Fischereiverein die Fische abgefischt hat, ist am Absturz auch bereits ein Lagerplatz entstanden. Dort bündeln die Arbeiter große Steine, Schroppen und anderes Baumaterial. Im Anschluss wird der Absturz teilweise abgefräst, die Funktion der Befestigung soll erhalten bleiben.

Unterhalb der Anlage soll dann flussaufwärts eine Sohlgleite entstehen. Auf dieser Art Rampe (Sohlgleite) können die Fische ohne Hindernisse und Höhenunterschiede weiterschwimmen und flussabwärts in den Inn zurückkehren. Diese sogenannte ökologische Durchgängigkeit entspricht den Vorgaben der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL). 

Der Umbau des zweiten Absturzes direkt im Ort Winhöring, oberhalb der Brücke, soll nach Möglichkeit im Herbst kommenden Jahres beginnen. Konkrete Planungen dafür liegen derzeit noch nicht vor. Beide Abstürze stammen aus einer Zeit Mitte des 20. Jahrhunderts, in der viele Flüsse gelenkt und begradigt wurden, um Land gewinnen zu können.

Im Zuge jeder Begradigung nahm jedoch die Fließgeschwindigkeit des Wassers zu, mitgeführte Steine und anderes Geschiebe trieben schneller dahin. In der Folge tiefte sich der Fluss ein und das Grundwasser senkte sich ab. Abstürze sollten deshalb helfen, die Energie umzuwandeln und die Fließgeschwindigkeit zu senken, um eine weitere Eintiefung der Isen zu verhindern.

Pressemitteilung des Wasserwirtschaftsamts Traunstein

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