Töginger Volksfest: Wirt zieht Bilanz

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Für die Bürgermeister, wie hier Hans Schmidbauer aus Polling, gab es von Volksfestmadl Nicola Koska ein kleines Begrüßungsgeschenk.

Töging - Nach fünf Tagen ging das Töginger Volksfest zu Ende. Festwirt Helmut Zeiler wie auch die Schausteller ziehen eine positive Bilanz - auch wenn nicht immer alles gepasst hat.

Töging - Sonnenschein zum Auftakt und am letzten Tag, dazwischen aber auch Gewitter und Regenschauer - das Töginger Volksfest hatte wettermäßig alles zu bieten. Diese Wetterkapriolen hatten ganz unterschiedliche Auswirkungen: Sonne und warme Temperaturen lockten die Besucher zu den Fahrgeschäften, der Regen trieb die Gäste ins Festzelt. Am Ende zogen aber alle eine positive Bilanz.

Die größte Neuerung von Seiten des Festwirts: der Wechsel des Bieres. Elf Jahre lang hat Helmut Zeiler mit seiner Mannschaft Toerring Bier ausgeschenkt, dieses Jahr wechselte er zur Augustiner Brauerei. "Ich beobachte schon länger den Trend zum Kultbier Augustiner", sagt Helmut Zeiler. Bier aus dem Holzfass, keine Tanks und weniger Kohlensäure - das würden viele Besucher schätzen. Und das schlägt sich auch in den Verkaufszahlen nieder. 20 Prozent mehr Bier ausgeschenkt und beim Essen den Umsatz um zehn Prozent gesteigert.

"Sicherlich war die Entscheidung für einen Bierwechsel ungewöhnlich, weil es bislang immer Toerring-Bier gegeben hat. Aber für uns ist das der richtige Weg", sagt Zeiler.

Mit Qualitätsansprüchen und Hygieneanforderung verfolgt der Festwirt einen strikten Weg. Im Zelt gebe es nur heimische Kost. Und das hat seinen Grund: "Wir bleiben unserer Linie treu und wollen ein bayerisches Volksfest ausrichten." Auch in Sachen Sicherheit stellt Helmut Zeiler jedes Jahr eine Verbesserung fest. Seine Einschätzung: "Wir haben die Sicherheit im Griff." Zu seinen Anfangszeiten in Töging sei die Situation schwieriger gewesen. Doch mit seinem Sicherheitskonzept greife er konsequent durch.

Ärgerlich für die Schaustellerfamilie Zinnecker aus Neumarkt-St. Veit: die betrunkenen Jugendlichen. Diese traten nämlich auf ihrem Heimweg bemalte Schilder entlang der Familienachterbahn ein. Ihr Fahrgeschäft spricht in erster Linie Familien an, doch die waren in ihren Augen die ersten Tage auf dem Volksfest nicht so stark vertreten. "Woran das gelegen hat, kann ich nicht sagen. Der Ort wäre ja gar nicht so klein", sagt die Ehefrau. Zumindest am Familientag kaufen mehr Eltern mit ihren Kindern Fahrchips.

Zufrieden mit dem Verlauf sind auch Marko Lorenz und Manfred Esterbauer mit ihrem Wasser-Lauf-Ball. In riesigen, aufgeblasenen Bällen laufen Kinder und Eltern über das Wasserbecken - ein völlig unbekanntes Bewegungsgefühl. Wie die Familienachterbahn ist auch "Crazy Ball" zum ersten Mal auf dem Volksfest. Auch wenn das Wetter nicht immer optimal war, so ist Marko Lorenz dennoch mit dem Geschäft zufrieden. "Die Leute haben ihren Spaß in den Bällen und kommen mehrmals zu uns." Es sei einfach mal was Neues.

Seit mehr als 30 Jahren kommt Rudolf Stey nach Töging mit seiner Schießbude. Männer schießen hier ganz gern mal ihrer Liebsten eine Rose. Trotz zweier verregneter Abende zieht er am Ende eine positive Bilanz. "Es war alles in Ordnung."

hi/Mühldorfer Anzeiger

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