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Töging - Wer wird nächstes Jahr Nachfolger von Bürgermeister Horst Krebes? Das war das zentrale Thema des Starkbieranstichs der Enzian-Trachtler aus Töging.

Zahlreiche Akteure des Trachtenvereins hatten sich in den vergangenen Wochen ihre Gedanken um das lokalpolitische Geschehen in Töging gemacht und gestalteten einen amüsanten Abend.

Und an diesem thronte noch Tögings Stadtchef am Gipfel des Monte Alumino, der die Kulisse der Bühne bildete. Dr. Tobias Windhorst von der CSU schickte sich bereits an, den Berg zu erklimmen, während Werner Noske von der SPD grinsend am Fuß des Berges steht. Und Bastian Höcketstaller? Er bleibt bei der nächsten Wahl nur Nebenfigur im Poker um den Rathaussessel. Die Enzian-Akteure schufen so ihre eigenen Interpretationen, was den kommenden Wahlkampf betrifft. Eine Lösung, wer denn am Ende den Thron erklimmt, ließen aber auch die fidelen Trachtler offen.

Die Zuhörer störte das nicht, denn an Kurzweil mangelte es an diesem Abend nicht. Markante Sprüche, amüsante Schenkelklopfer und derbe Gstanzl wechselten sich ab. Mittendrin: Verwandlungskünstler Klaus Mitterer, der als Moderator mal in die Rolle des Zollbeamten von "Germanitien" schlüpfte und Diplomatenausweise an die Stadträte verteilte, mal als Hausmeister nach dem Rechten sah, als Biathlet über die Schießgewohnheiten von Horst Krebes lamentierte oder als Bedienung und Verflossene von Mühldorfs Bürgermeister Günther Knoblauch aus dem Nähkästchen plauderte. Sketche - von der Eheberatung über das multikulturelle Radi-Essen im Hofbräuhaus und die unlustige Witwe bis hin zu den Dorfratschen - sorgten für reichlich Abwechslung.

Zurecht den lautesten Applaus erhielten die jungen Trachtler, die Aktiven, die ein Haberfeldtreiben kreiert hatten und auf so manche Politprominenz die passende Anekdote in beeindruckende Reimform gepackt hatten. Zwischendrin zeigten die Nachwuchstrachtler, was sie auch tänzerisch drauf haben. Überhaupt spielten Brauchtum an diesem vergnüglichen Abend eine große Rolle, zumal die Schladl-Musi mit bodenständiger Volksmusik für die musikalisch Unterhaltung sorgten.

Starkbieranstich in Töging

Als Höhepunkt angekündigt dann aber der Auftritt von Fastenprediger Franz Schmidl, der nicht nur auf die Unzulänglichkeiten der Rathausvertreter einging, sondern auch ermahnend den Zeigefinger hob, etwa was die Sicherstellung eines sauberen Trinkwassers betrifft.

je/Mühldorfer Anzeiger

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