Wasserversorgung, Volksfeststandort, Kindergartenträgerschaft

Töging vor wegweisender Stadtratssitzung

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Der Töginger Stadtrat behandelt am Donnerstag mehrere brisante Themen: die Kindergartenträgerschaft, die Wasserversorgung und die Standortsuche fürs Volksfest
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Töging - Wasserversorgung, Volksfest, Kindergarten: Die drängenden Fragen häufen sich in Töging. In der Stadtratssitzung könnten wichtige Weichen gestellt werden.

Der Töginger Stadtrat befasst sich in seiner Sitzung am Donnerstagabend gleich mit mehreren drängenden Themen. Neben den jüngst vielbeachteten Fragen des Volksfeststandorts und der Kindergartenträgerschaft steht auch das Thema Wasserversorgung wieder auf der Tagesordnung.

Wie geht es mit dem Trinkwasser weiter?

Erst vor vier Jahren hatte die Stadt einen Grundsatzentschluss gefasst, eine eigene Wasserversorgung aufrecht zu erhalten. Wie Bürgermeister Dr. Tobias Windhorst aber im Dezember letzten Jahres mitteilte, hätten erste Erkenntnisse aus Fachgesprächen ergeben, dass neu überlegt werden müsse. Denkbar ist, dass sich Töging bei der Wasserversorgung der Altöttinger Gruppe anschließt. Die Gründe, die dafür sprechen könnten, sind vielfältig: Die Gewerbeansiedlungen könnten das Wasserschutzgebiet gefährden, zudem würde das Alter der Töginger Brunnen hohe Investitionen erforderlich machen. Um die eigene Wasserversorgung tatsächlich aufgeben zu können, müsste der Stadtrat den vier Jahre alten Grundsatzbeschluss kippen.

In der Stadtratssitzung am Donnerstagabend wird der aktuelle Sachstand zur Wasserversorgung vorgestellt. Eine endgültige Entscheidung wird das Gremium aller Voraussicht nach anschließend zwar noch nicht treffen. Die zu erwartende Diskussion der Stadträte dürfte allerdings ein wichtiger Fingerzeig sein, wie es mit dem Trinkwasser in Töging weitergehen soll.

Ist der Standort Feichten die einzige Alternative?

Die Suche nach einem neuen Standort für das Töginger Volksfest hatte sich zuletzt zugespitzt. Wie der Bürgermeister jüngst auf einer Anliegerversammlung erläuterte, habe man bei der Standortsuche auf alle Anfragen Absagen erhalten - mit einer Ausnahme: In Feichten hätte die Stadt gute Chancen, ein Grundstück für das Volksfest zu pachten. Alles scheint auf die Alternativen "Feichten oder nirgendwo" hinauszulaufen. Gegenüber dem Alt-Neuöttinger Anzeiger machte SPD-Fraktionssprecher Bastian Höcketstaller allerdings klar, die SPD werde sich bei der Stadtratssitzung mit neuen Platzvorschlägen zu Wort melden. Sepp Neuberger, Sprecher der Freien Wähler, brachte gegenüber der Zeitung die Alternative ins Spiel. Als Ersatz zum Volksfest könnte auf dem Platz vor dem Rathaus ein Fest ähnlich dem Bürgerfest veranstaltet werden - nur mehrtägig und größer aufgezogen.

Eine engagierte Diskussion zum Thema Volksfest scheint also gewiss. Zudem könnte der Bürgermeister einen weiteren Aspekt in die Diskussion einbringen. Wie Windhorst bereits auf der Anliegerversammlung ankündigte, wolle er in die Stadtratssitzung die Frage einbringen, ob die Bürger gefragt werden sollen, ob es überhaupt noch ein Volksfest braucht.

Wer hat beim Kindergarten das letzte Wort?

Auch die Frage nach einem Wechsel der Kindergartenträgerschaft dürfte das Gremium erneut beschäftigen. Bereits im Dezember diskutierten die Stadträte dieses Thema kontrovers und engagiert. Am Mittwoch ist nun ein neuer Aspekt hinzugekommen: Der Elternbeirat hatte mit seinem Bürgerbegehren offenbar Erfolg. Die Organisatoren um die Elternbeiratsvorsitzende Kerstin List übergaben der Stadt 1269 Unterschriften - nur 746 gültige Unterschriften sind erforderlich, damit das Bürgerbegehren Erfolg hat.

Aller Voraussicht nach wird der Stadtrat also gar nicht mehr darüber entscheiden, ob die Trägerschaft des Kindergartens von der Stadt auf das Altöttinger BRK übergeht. Erklärt das Gremium das Bürgerbegehren für gültig - für gewöhnlich ist dies nur noch ein formaler Akt - gibt es einen Bürgerentscheid über die Frage der Trägerschaft.

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