Schnäppchen erworben

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Altgedient, abbruchreif: diese drei von den Oberbayerischen Heimstätten in den 50er-Jahren errichteten Wohnblöcke müssen als Baugrund für junge Familien weichen.

Töging - Die Stadt will Baugrund für junge Familien schaffen und kaufte deshalb drei Grundstücke der Oberbayerischen Heimstätten mbH.

Eine Million Euro, 12.000 Quadratmeter, innerstädtische Lage: Die Stadt kauft drei Grundstücke der Oberbayerischen Heimstätten mbH am Wittelsbacher Platz, an der Paul-Ehrlich- und der Robert-Koch-Straße. Die Stadt will Baugrund für junge Familien schaffen.

Der Stadtrat traf die Entscheidung einstimmig im nicht-öffentlichen Teil der Stadtratssitzung am Mittwoch, wie Bürgermeister Horst Krebes mitteilte. Demzufolge hatte die Stadt bereits ein halbes Jahr mit der gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft Oberbayerische Heimstätten verhandelt.

Die Stadt will auf den Grundstücken Wohnbebauung für junge Familien ermöglichen - und so auch wieder das Geld in den Haushalt zurückführen. Der Bedarf an Wohnbaugrund ist da: die von der Stadt zuletzt neben der Erhartinger Straße im Bereich "östlich des Quellenwegs" gekauften und in diesem Jahr bereitgestellten sieben Grundstücke sind bereits wieder verkauft. Dort stand bis vor Jahren eine Einrichtung der Ruperti-Werkstätten.

Die in den 50er-Jahren im Zuge des Wiederaufbaus errichteten drei Wohnblöcke am Wittelsbacher Platz neben der Kirche St. Josef stehen bereits leer, die anderen fünf Blöcke an der Robert-Koch-Straße und zwei Blöcke an der Paul-Ehrlich-Straße sind nach Angaben des Bürgermeisters teilweise bewohnt.

Krebes bezifferte den Kaufpreis der Grundstücke mit insgesamt etwa 12.000 Quadratmetern Fläche auf eine Million Euro - ein "Schnäppchen, innerstädtisch, voll erschlossen", wie Krebes auch angesichts der niedrigen Bauzinsen sagte. Für den Kauf ist ein Kredit nötig.

Die Siedlungsgesellschaft hatte in den letzten Jahren nicht mehr in die Gebäude investiert, so Krebes. Für die Blöcke am Wittelsbacher Platz bedeutet dies den baldigen Abriss. Die Blöcke haben teilweise keine Garagen, dafür Platz zum Wäsche aufhängen.

Krebes zufolge lohnt dort die Investition in energetische Sanierung und den Umbau nicht. Die Siedlungsgesellschaft wollte an die Stadt verkaufen und ist dem Käufer "schon entgegengekommen", so der Bürgermeister.

Die Oberbayerischen Heimstätten werden die Mieter über den Eigentümerwechsel informierten, die Stadt verbliebene Mieter zu einem Informationsgespräch einladen. "Wir haben nicht vor, dort wo Mieter sind, abzureißen", sagte Krebes am Freitag. Allenfalls sei ein Umzug in eine bessere Wohnung denkbar.

rob/Mühldorfer Anzeiger

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