Baum in Töging stirbt: Wurde er vergiftet?

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Töging - Noch zeigt sie letzte Lebenszeichen: Die Platane in der Wolfgang-Leeb-Straße wird vorerst nicht ersetzt. Doch weshalb ist sie so kahl?

Eine Platane in der Wolfgang-Leeb-Straße bereitet der Stadt Töging und dem Landratsamt Altötting Kopfzerbrechen. Der ehemals stattliche Baum wirkt wie abgestorben. Auch die Lebenszeichen der letzten Tage machen wenig Hoffnung.

Der Baum habe lediglich einzelne Triebe, erläutert Tögings Erster Bürgermeister Horst Krebes gegenüber innsalzach24. Clemens Jobst, der sich in seiner Funktion als Sachgebietsleiter Landschaftspflege beim Altöttinger Landratsamt die Platane näher angesehen hat, bezeichnet sie als Angsttriebe. Diese bildet ein Baum oft aus, wenn er bereits abstirbt und keine Hoffnung mehr besteht.

Vergiftung ist nicht auszuschließen

 

Die Ursache für das Sterben der Platane liegt immer noch im Dunkeln. Eine Vergiftung jedenfalls kann weder bestätigt noch ausgeschlossen werden. "Das wissen wir nicht. Wir müssten das Erdreich genau auf ein spezielles Gift untersuchen", erklärt Krebes. Doch weil man nicht weiß, um welches Gift es sich unter Umständen handelt, ist dies nicht möglich.

Indizien, die für eine Vergiftung sprechen, gibt es aber durchaus. So habe die Beurteilung des Landratsamts ergeben, dass der Baum keine Schäden von irgendeiner Krankheit habe, so der Bürgermeister. Es liege also der Verdacht nahe, dass Schadstoffe die Ursache sind.

Erholt sich die Platane bis zum Herbst?

Was auch immer die Ursache war - der Baum wird sich wohl nicht mehr erholen. Sofort ersetzt wird die Platane dennoch nicht. "Wir reißen sie nicht mit Gewalt raus", sagt Krebes. Einen neuen Baum würde man so oder so erst im Herbst anpflanzen und bis dahin bleibt die Platane, wo sie ist. Erholt sie sich bis dahin sogar wieder, "wäre das sehr schon", sagt der Bürgermeister.

Der Tod der Platane wäre auch ein materieller Verlust, schließlich ist ein so groß gewachsenes Exemplar wie in Töging rund 15.000 Euro wert. Falls sich die Platane nicht mehr erhole, werde jedoch im Herbst ein kleinerer Baum als Ersatz eingepflanzt, so Krebes. Dafür müsste die Stadt wohl zwischen 2000 und 3000 Euro investieren.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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