"Windhorst versteckt sich hinter der SPD"

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Geschlossen hatte sich der Stadtrat gegen den Autohof positioniert. Sorgt nun ein Hausverbot gegen Dr. Tobias Windhorst (CSU) für Zwist unter den Fraktionen?
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Töging - Löst das mögliche Hausverbot für Dr. Tobias Windhorst einen Zwist unter den Fraktionen aus? Bürgermeister Horst Krebes findet die Stellungnahme des Richters "seltsam".

Mit ihren Überlegungen, gegen Richter und Stadtrat Dr. Tobias Windhorst (CSU) ein Hausverbot auszusprechen, sorgten die 24-Autohof-Investoren am Montagabend für Aufsehen. Windhorst hat inzwischen mit einer Stellungnahme reagiert - und seinerseits für Irritationen gesorgt.

Tögings Erster Bürgermeister Horst Krebes (SPD)

Mit harscher Kritik an Richter und Stadtrat Dr. Tobias Windhorst (CSU) waren die 24-Autohof-Investoren am Montagabend an die Öffentlichkeit gegangen. Sie vermuten Windhorst als "treibende Kraft" hinter der Klage der Stadt gegen den Bau des Autohofs bei Frixing. Die Investoren warfen dem Richter vor, er hätte wissen müssen, dass die Klage "absolut aussichtslos" gewesen sei. Unter anderem, weil durch die Bauunterbrechung ein Schaden von mehr als 200.000 Euro entstanden sei, erwäge man nun, gegen Windhorst ein Hausverbot auszusprechen.

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Tögings Erster Bürgermeister Horst Krebes (SPD) zeigte sich verwundert - sowohl über den offenen Brief der Investoren, als auch über die anschließende Stellungnahme Windhorsts. Die Kritik des Autohofs sei sicher subjektiv, so Krebes im Gespräch mit innsalzach24. Man habe schon mitbekommen, dass der Autohof verärgert ist. Allerdings stellte der Bürgermeister klar, dass ihn auch das Gerichtsurteil überrascht hat. Damals sei die Klage zugelassen worden, nur um anschließend festzustellen, man sei gar nicht klageberechtigt. In ihrem offenen Brief hatten die Investoren unter anderem kritisiert, dass sich überlastete Gerichte "mit so einer Peinlichkeit", also mit der ihrer Meinung nach aussichtslosen Klage der Stadt, beschäftigen müssen.

Ein klärendes Gespräch mit den Investoren möchte der Bürgermeister indes nicht suchen, schließlich sei die Kritik an Windhorst gerichtet gewesen und nicht an die Stadt oder den Stadtrat als Ganzes. Außerdem habe sich Windhorst ohnehin schon selbst zu der Kritik geäußert.

Stadtrat Dr. Tobias Windhorst (CSU)

Eben jene Stellungnahme des Stadtrats löst bei Krebes Verwunderung aus. "Dass sich Windhorst hinter der SPD versteckt, ist seltsam", so der Bürgermeister. Windhorst hatte in seiner Stellungnahme darauf hingewiesen, dass die Stadt Töging "von einem SPD-Bürgermeister mit einer SPD-Stadtratsmehrheit von 10 Sitzen regiert" wird. "Gegen die SPD kann also gar nichts entschieden werden", so Windhorst. Für den CSU-Stadtrat ist es "offensichtlich, dass hier einseitige politische Interessen dahinterstecken". Windhorsts Vermutung, die Autohof-Investoren seien "instrumentalisiert" worden, kann Krebes nicht nachvollziehen. "Der Autohof ist instrumentalisiert worden? Da frage ich mich, von wem?"

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