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Heuer sollen es noch mehr Strafzettel werden

330.424 Knöllchen: Verkehrsüberwachung Südostbayern auf Jagd nach Rasern und Falschparkern

Kampf den Rasern: Wie im Sommer auf der Nordtangente nutzt der Zweckverband mobile Radargeräte, die ohne für längere Zeitspannen aufgestellt werden und den Verkehr in beide Richtungen überwachen können.
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Kampf den Rasern: Wie im Sommer auf der Nordtangente nutzt der Zweckverband mobile Radargeräte, die ohne für längere Zeitspannen aufgestellt werden und den Verkehr in beide Richtungen überwachen können.

Trotz Problemen mit einer nicht zulässigen Radarfalle zieht der Zweckverband Verkehrsüberwachung Südostbayern in Töging eine positive Bilanz des vergangenen Jahres. Heuer will er noch mehr Strafzettel verteilen.

Töging – Erleichtert zeigten sich die Verantwortlichen um den Vorsitzenden des Zweckverbandes Kommunale Verkehrsüberwachung Südostbayern, Dr. Tobias Windhorst, dass es möglich war, die Verbandsversammlung abzuhalten.

In der Töginger Mehrzweckhalle hatten sich 86 Vertreter der Zweckverbandsgemeinden eingefunden, so dass die Versammlung beschlussfähig war.

Nachtragshaushalt verabschiedet

Ein wichtiges Kriterium, da einige Entscheidungen abgestimmt werden mussten, wie beispielsweise die Verabschiedung eines Nachtragshaushaltes für 2021. Geschäftsführer Simon Wallner berichtete, dass derzeit der Zweckverband in 207 Kommunen die Geschwindigkeit misst und Parkzettel verteilt.

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183 sind Mitgliedskommunen, weitere buchen die Leistungen des Verbands. 2020 verteilte der Zweckverband 330 424 Knöllchen, heuer sollen es laut Prognose mit 383.000 noch mehr werden.

Klage wegen Messgeräts

Die Zahl der Messstunden pro Monat hat sich laut Wallner in den vergangenen sieben Jahren von anfangs 1130 auf mittlerweile 2360 gesteigert, die Anzahl der Überwachungsstunden im ruhenden Verkehr hat sich im selben Zeitraum von 1000 auf mittlerweile 3250 mehr als verdreifacht, wie Wallner ausführte.

22 verschiedene Messgeräte im Einsatz

Zur Überwachung im fließenden Verkehr kommen mittlerweile 22 verschiedene Messgeräte zum Einsatz, inklusive einer semistationären Messanlage.

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Nicht mehr zum Einsatz kommt das problembehaftete Messgerät Leivtec XV3, bei dem der Hersteller unzulässige Messwertabweichungen eingeräumt hatte.

Verlust wegen unzureichendem Messgerät

Durch den Verzicht auf den Einsatz dieses Geräts musste der Zweckverband laut Wallner einen Einnahmeausfall von 70 Prozent verkraften, was etwa 200.000 Euro pro Monat entspricht. Durch die schnelle Ersatzbeschaffung entsprechender Geräte, könne nun im normalen Umfang geblitzt werden.

Ein schwieriges aber gute Jahr: Der Leitung des Zweckverbands Verkehrsüberwachung Johann Zehethofer (Finanzen), Simon Wallner (Geschäftsleitung), Marion Demberger (stellvertretende Geschäftsleitung), Dr. Tobias Windhorst (Vorsitzender) und Maximilian Böltl (stellvertretender Vorsitzender).

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Die Ausfälle wolle der Verband jedoch nicht klaglos hinnehmen, erklärte Vorsitzender Windhorst, der Bürgermeister in Töging ist. Hier werde gegen den Hersteller eine Klage angestrebt, um den Ausfall zumindest in Teilen kompensieren zu können. Windhorst bezeichnete das Verhalten des Herstellers im Zusammenhang mit der Fehlerhaftigkeit der Messgeräte dann auch als alles andere als zufriedenstellend: „Da hat man uns einfach hängen gelassen“.

Haushalt umfasst über 6,8 Millionen Euro

Wie sich diese Problematik auf den Haushalt auswirkte, erläuterte Johann Zehethofer. Durch die unvorhersehbaren Investitionen, musste ein Nachtragshaushalt erstellt werden.

Größter Ausgabenposten sind die Personalkosten

Bei Gesamteinzahlungen von 6,3 Millionen Euro durch die Mitglieder und Kunden und Auszahlungen von 6,8 Millionen Euro, ergab sich ein Defizit von gut einer halben Million Euro. Der Nachtragshaushalt wurde von der Versammlung einstimmig verabschiedet, ebenso wie der Haushalt für 2022. dem mit Einnahmen und Ausgaben von gut 6,8 Millionen Euro rechnet. Der größte Posten sind die Personalkosten in Höhe von 4,7 Millionen Euro. Das geplante Investitionsvolumen beträgt 645.000 Euro.

Der größte Verband in Bayern

Die Mitglieder nahmen 18 neue Kommunen auf, damit hat der Verband jetzt 200 Mitglieder und ist nach eigenen Angaben der größte Zweckverband zur Verkehrsüberwachung in Bayern. Eine ebenso erfreuliche Nachricht schob der Geschäftsführer gleich hinterher, indem er ankündigte, dass es für die Mitglieder im Jahr 2022 nicht teurer werde.

Tobias Windhorst bezeichnete in seinem Schlusswort die Entwicklung des Verbandes als einen Meilenstein: „Es waren harte Zeiten zu überwinden, aber es haben alle an einem Strang gezogen – es macht Freude, hier zu arbeiten“, sagte der Vorsitzende.

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