Das wird geplant beim Wasserwerk Töging-Jettenbach

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Kraftwerk Töging - Ansicht vom Bereich Unterwasser

Töging - Das Wasserkraftwerk Töging-Jettenbach soll erneuert werden. Der Verbund Innkraftwerke informierte die Bürger über die derzeitigen Planungen. Wie sieht es mit Baulärm aus?

Verbund, Österreichs führendes Stromunternehmen und Betreiber der bayerischen Innkraftwerke hat am 24. Februar die aktuellen Planungen zur Erneuerung des bestehenden Wasserkraftwerks Töging-Jettenbach der Bevölkerung umfassend vorgestellt. Auf Basis der bis zur Bürgerinformation auf Hochtouren arbeitenden Gutachter und Experten konnte mit konkreten Unterlagen und Plänen das Projekt anschaulich vermittelt werden. Landrat-Stellvertreter Horst Krebes und Tögings Bürgermeister Dr. Tobias Windhorst sowie rund 200 Bürgerinnen und Bürger aus Töging und Umgebung fanden sich im Festsaal der „Kantine“ in Töging ein. Eine weitere Bürgerinformation wird am 3. März in Waldkraiburg stattfinden.

Rund 200 Menschen tauschten sich mit dem Projektteam der Verbund Innkraftwerke GmbH und den Fachgutachtern zu den Bereichen Technik und Bauabwicklung, Hochwasserschutz, Stauraum und Grundwasser sowie Verkehr, Schall und Luft aus.

Begrüßende Worte kamen von Altöttings Landrat-Stellvertreter Horst Krebes, Altbürgermeister von Töging, sowie von Tögings Bürgermeister Dr. Tobias Windhorst, die sich über die Investition in ihre Wasserkraft- und Industriestadt sehr freuen und in Verbund einen starken und kompetenten Wasserkraftpartner sehen. Die Investition in den Standort Töging bringt enorme Chancen für die Zukunft der Region. Neben den volkswirtschaftlichen und regionalpolitischen Impulsen stellt die Erneuerung von Töging auch einen wesentlichen Bestandteil der nachhaltigen Energiezukunft Bayerns dar.

Mehr Erzeugung durch moderne Wasserkrafttechnik

„Durch eine Stauzielerhöhung von 70 Zentimetern beim Wehr Jettenbach und eine Erhöhung der Ausbauwassermenge von bis zu 70 Kubikmeter pro Sekunde sowie dem Einbau von drei Kaplanturbinen ist eine Leistungssteigerung von 20 bis 25 Prozent möglich“, informiert Projektleiter Bernhard Gerauer. „Dadurch kann jährlich um 120 Gigawattstunden mehr Strom erzeugt werden. Die Dämme und Deiche im Stauraum und die Abdichtung im Innkanal werden daher entsprechend angepasst.“

Laut Gutachter aus dem Bereich Verkehr sollte es während der Bauzeit in Töging zu keinen größeren Behinderungen kommen, nur in absoluten Spitzenzeiten erhöhe sich das Verkehrsaufkommen. Dabei soll der Baustellentransport im Einbahnsystem geführt werden. Interessiert waren die Bürgerinnen und Bürger auch am Baulärm: Während der Baustellenarbeiten wird es Lärmbelästigungen geben. Durch geeignete Maßnahmen sollen diese aber so gering wie möglich gehalten werden.

Die Hülle des Kraftwerks

Auch der Entwurf der Töginger Format Elf Architekten zur Fassade wurde vorgestellt, wie das neue Kraftwerksgebäude funktional in das umgebende Gelände eingebunden wird und den Blick auf das denkmalgeschützte Krafthaus aus den 20iger Jahren ergänzt. Das neue Kraftwerk erzeugt mehr Strom ohne sichtbar zu sein, sagen die Architekten von Format Elf: „Es steht nicht in Konkurrenz zum alten denkmalgeschützten Gebäude.“

Bürgerinformation Waldkraiburg

  • Dienstag, 3. März von 18 bis 21 Uhr
  • Haus der Kultur, Kleiner Saal
  • Braunauer Straße 10, 84478 Waldkraiburg

Nach den beiden Bürgerinformationen finden die Sprechstunden unter dem Motto "Wir sind für Sie da" wie gewohnt monatlich wieder statt: Der nächste Termin ist am 7. April im Brotzeitstüberl Jettenbach. Alle Termine finden Sie auch unter www.verbund.com/pp/de/laufkraftwerk/toeging-projekt.

Pressemitteilung Verbund Innkraftwerke GmbH

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