Vier Verletzte zwischen Töging und Altötting

"Rettungsgassen-Verweigerer" bei Unfall auf der A94

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Altötting - Vier Personen wurden bei einem Unfall auf der A94 zwischen den Anschlussstellen Töging und Altötting verletzt.

Update, 17.30 Uhr: Pressemeldung der Polizei

Am Montag, gegen 14.28 Uhr, fuhr ein 48-jähriger Österreicher mit seinem Anhängergespann auf der A 94 von Mühldorf in Richtung Passau. Im Fahrzeug befand sich seine 40-jährige Ehefrau als Beifahrerin und die beiden Kinder im Alter von 7 und 11 Jahren. 

Er wechselte auf Höhe Altötting vom rechten auf den linken Fahrstreifen, um ein vorausfahrendes Fahrzeug zu überholen. Dabei achtete er nicht auf den nachfolgenden Verkehr auf der Überholspur. Zu diesem Zeitpunkt war ein 38-jähriger Fahrer aus Freudenstadt mit seinem BMW auf der Überholspur in Richtung Passau unterwegs. Der BMW-Fahrer konnte einen Zusammenstoß mit dem Wohnwagengespann nicht mehr verhindern, da das Wohnwagengespann unmittelbar vor ihm nach links zum Überholen ausscherte. 

Vier Verletzte

Trotz Vollbremsung prallte der BMW-Fahrer in das Heck des Wohnwagens. Das Wohnwagengespann kam durch die Wucht des Anstoßes ins Schleudern und stellte sich quer, wobei sich der Wohnwagen vom ziehenden Dacia löste. Der Wagen kippte um und blieb auf der rechten Fahrspur liegen. Der Wohnwagen kam auf der Überholspur zum Stehen. Im Dacia wurden die Frau und die beiden Kinder leicht verletzt. Sie wurden ins Kreiskrankenhaus nach Altötting eingeliefert. Der BMW-Fahrer wurde ebenfalls leicht verletzt. Er wurde in das Kreiskrankenhaus nach Burghausen eingeliefert. 

Am Wohnwagengespann entstand ein Schaden von etwa 40.000 Euro. Am BMW entstand ein Schaden von ungefähr 10.000 Euro. Die Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Winhöring, Töging und Mößling waren neben der Straßenmeisterei Neuötting zur Hilfeleistung und Sicherung der Unfallstelle und Reinigung der Fahrbahn sowie Verkehrsregelung im Einsatz. Für die Dauer der Unfallaufnahme war die A 94 auf Höhe Altötting in Richtung Passau gesperrt. Der Verkehr musste aufgrund der Bergungs- und Reinigungsmaßnahmen bei der Anschlussstelle Töging ausgeleitet und umgeleitet werden.

In dem Zusammenhang wurde von der Polizei die Bildung einer Rettungsgasse überwacht. Es müssen 10 Verkehrsteilnehmer mit einem Verwarnungsgeld rechnen, weil sie trotz Verkehrsstillstand nicht die vorgeschriebene Rettungsgasse bildeten.

Dazu die Hinweise der Polizei:

Die Rettungsgasse muss schon dann gebildet werden, wenn Sie merken, dass der Verkehr stockt.

Wenn die Fahrzeuge im Stau bereits dicht auf dicht stehen, dann ist es oft nicht mehr möglich, rechtzeitig Platz zu schaffen:

  • Fahren sie langsam nach dem Merksatz: "Eins links - zwei rechts an den Fahrbahnrand." Die Fahrzeuge auf der linken Spur fahren also an den linken Fahrbahnrand. Die Fahrzeuge auf allen anderen Spuren nach rechts.
  • Der Standstreifen (Pannenstreifen) bleibt frei.
  • Die Rettungsgasse bleibt offen, bis der Verkehr wieder rollt.

Pressemeldung Verkehrspolizeiinspektion Traunstein/Einsatzgruppe Mühldorf

Die Polizei geht derzeit verschärft gegen Rettungsgassen-Verweigerer vor.

Die Erstmeldung, 15.45 Uhr:

Laut der Passauer Neuen Presse (PNP) übersah der Fahrer eines Wohnwagen-Gespanns aus Österreich beim Wechseln auf die Überholspur einen in gleicher Richtung fahrenden BMW. Dessen Fahrer habe ein Auffahren auf den Wohnwagen nicht mehr verhindern können. Verletzt wurden die drei Insassen des Wohnwagen-Gespanns und der Fahrer des BMW.

hs

Rubriklistenbild: © dpa

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