Gefahrenstelle für alle Zweiradfahrer

Kreisstraße MÜ 33: Wann wird sie sicherer und wie?

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Kreisstraße MÜ 33: Gefahrenstelle für alle Zweiradfahrer. So sah die Unfallstelle an der MÜ 33 damals bei Tag aus (Archiv)
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Töging/Erharting - Nach dem Antrag der SPD-Fraktion im Töginger Stadtrat für einen sicheren Zweiradweg entlang der MÜ33 gibt es noch immer kein tragfähiges Konzept. Der Grund: Es gibt unterschiedliche Zuständigkieten.

Es war Ende Oktober 2015, dass zwei 15-jährige Mädchen mit Mofa- bzw. Mokick-Roller auf der Kreisstraße MÜ33 in Fahrtrichtung Töging/Erharting unterwegs waren. Sie starben in Folge eines schrecklichen Verkehrsunfalls. Rund ein Jahr später kam auf einer Stadtratssitzung seitens der SPD Fraktion der Antrag nach Findung einer sicheren Alternative für Zweiradfahrer in diesem Bereich. innsalzach24.de hat nach dem Stand der Dinge gefragt.

Am Montagmittag erklärte Tögings Erster Bürgermeister Dr. Tobias Windhorst (CSU), dass es spätestens seit dem Antrag im Stadtrat von Seiten der SPD-Fraktion in mehreren Richtungen aktive Kontaktaufnahmen und Gespräche gebe. Er selbst würde nämlich ein derartiges Vorhaben voll unterstützen. So habe er in dieser Sache mit der Nachbargemeinde Erharting Kontakt aufgenommen ebenso wie mit dem Wahlkreisabgeordneten der CSU im Deutschen Bundestag, Stephan Mayer.

Die Möglichkeiten:

  • Entweder es wird südlich der Autobahn ein entsprechender Zweiradweg neu gebaut oder
  • man nutzt einen bestehenden – wie aus verschiedenen Quellen zu erfahren war – gut erhaltenen Feldweg nördlich der A94.

Das Problem:

Die Kreisstraße MÜ33 liegt – wie die Bezeichnung schon sagt – im Landkreis Mühldorf. „Töging endet in Richtung Autobahn gesehen mit der Bebauung“, erklärt Windhorst dazu. Das heißt, dass es hier nur die Möglichkeit einer interkommunalen Zusammenarbeit für ein derartiges Projekt „Sicherer Zweiradweg“ gibt und mehr noch: Hier sind das Land und der Bund gefragt. Warum?

Die Autobahn A94, an die Erharting, bzw. der Landkreis Mühldorf in diesem Bereich mehr angrenzt als Töging, ist Sache des Bundes. Weil die ehemalige B299 von Altötting aus in Richtung Landshut gesehen in diesem Teilstück in die A94 „übergangen“ ist, ist auch der Freistaat Bayern als oberste Instanz dafür zuständig.

Was tun?

Windhorst habe selbst den Feldweg abgefahren und ihn für gut befunden. „Das wäre auch der günstigere Vorschlag, diesen auszubauen“, sagt Tögings Erster Bürgermeister. Welche Art von Grundstücksverhandlungen dafür nötig seien oder gar wann es damit losgehen könne, konnte Windhorst noch nicht sagen und verwies auf die Problematik der Zuständigkeit für das Vorhaben „Sicherer Zweiradweg“ in diesem Bereich aber man sei dran.

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