Ein Mehrzweckplatz für das Volksfest

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Wohin zieht der Festzug beim Töginger Volksfest 2014? Gegenwärtig spricht alles für ein Gelände zwischen Amperstraße und A94.
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Töging - War das der Durchbruch in der Standortsuche für das Volksfest? Die Stadt soll sich um das Gelände an der Autobahn bemühen - und einen Mehrzweckplatz daraus machen.

Der Favorit hat sich durchgesetzt: Ein Grundstück an der Autobahn soll der neue Standort des Töginger Volksfests werden. In seiner jüngsten Sitzung hat der Stadtrat die Verwaltung damit beauftragt, sich um den Standort zwischen Amperstraße und A94 zu bemühen. Dabei handelte es sich um einen sogenannten Auftrag ohne ausdrücklichen Beschluss, es gab keine Gegenstimme. Bereits vergangene Woche war dieser Standort als eindeutiger Sieger aus einer umfassenden Analyse seitens der Verwaltung hervorgegangen.

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Ähnlich wie in vorangegangenen Debatten hatte es auch dieses Mal kritische Stimmen gegeben, in erster Linie von den bei der Sitzung anwesenden Bürgern. "Man kann alles kritisch sehen", sagt Bürgermeister Horst Krebes im Gespräch mit innsalzach24. Als großes Manko des Standorts an der Autobahn sieht das Stadtoberhaupt die fehlende Zentralität. Andererseits sei Zentralität aber negativ hinsichtlich der Lärmbelästigung. Kurzum: Den idealen Standort gibt es nicht.

Für Krebes hat das Gelände an der Autobahn gleich "zweifachen Charme". Man könne dort nicht nur das Volksfest veranstalten, sondern auch Lastwagen und Autos unterbringen. Außerdem könnten die LKW-Kontrollen der Polizei dort stattfinden. Damit bekäme Töging einen Mehrzweckplatz, Krebes selbst bevorzugt den Begriff "Gmoa-Wies'n". Dort könnten dann das ganze Jahr über die verschiedensten Veranstaltungen stattfinden, vom Volksfest über Flohmärkte bis hin zu Zirkussen.

Neuer Standort - neue Attraktionen?

Bis es soweit ist, muss die Stadt nicht nur einen Pachtvertrag für das Gelände abschließen, sondern auch eine womöglich sechsstellige Summe in die Hand nehmen, um den Platz entsprechend herzurichten. Das Gelände muss befestigt und umzäut werden, Krebes schätzt die Kosten grob auf rund 100.000 Euro. Der Betrag strecke sich allerdings auf eine Länge von etwa 20 Jahren, sagt der Bürgermeister. Sollte auf dem bisherigen Volksfestplatz am Harter Weg tatsächlich ein Edeka-Markt entstehen, spare sich die Stadt zudem den Rückbau dieses Geländes und bekäme obendrein Geld zurück, weil die Pacht vorzeitig beendet würde.

Das Volksfest könnte mit einem neuen Standort auch einen neuen Anstrich bekommen - schon alleine deshalb, weil das Gelände deutlich größer ist als das bisherige. "Möglicherweise ergeben sich neue Ideen", sagt Krebes. Das habe auch einen gewissen Charme. Für den Bürgermeister ist denkbar, dass es am neuen Standort ein verändertes Konzept mit neuen Attraktionen und Angeboten geben wird. "Das ist eine riesige Chance", so der Bürgermeister.

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