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Übergangslösung im Eiltempo

Töginger Kindergarten St. Johann Baptist hat vorübergehend eine neue Heimat gefunden

Eltern und Kindergartenpersonal haben zusammengeholfen, um den Kindergarten St. Johann Baptist in sein Provisorium im Pfarrheim mit Sack und Pack umzuziehen.
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Eltern und Kindergartenpersonal haben zusammengeholfen, um den Kindergarten St. Johann Baptist in sein Provisorium im Pfarrheim mit Sack und Pack umzuziehen.
  • Harald Schwarz
    VonHarald Schwarz
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Es ist gerade einmal knapp zwei Wochen her, dass die Nachricht über das Nutzungsverbot des Kindergarten- und Pfarrheimgebäudes Sankt Johann Baptist viele Eltern und Familien schockierte. Nun ist die erlösende Nachricht da: Ein Übergangsprovisorium steht bereit.

Töging – Eine Hiobsbotschaft gab es für die Stadt Töging und den KiTa-Betreiber des Kindergartens St. Johann Baptist. Ein Expertengutachten zur Erweiterung des Gebäudes, die seit Jahren im Gespräch war, ergab akute Mängel am Gebäude, weswegen das Haus nicht einmal mehr betreten werden darf. „Das Haus ist zwar nicht direkt einsturzgefährdet, aber es kann dort kein Kindergartenbetrieb mehr stattfinden“, erklärte der Töginger Hauptamtsleiter Werner Huber.

Die Töginger Feuerwehr stellte zwei Lastwagen zur Verfügung, damit der Umzug rasch und reibungslos funktionieren konnte.

Es ist gerade einmal knapp zwei Wochen her, dass diese Nachricht über das Nutzungsverbot des Kindergarten- und Pfarrheimgebäudes Sankt Johann Baptist viele Eltern und Familien schockierte. Nun ist die erlösende Nachricht da: Das Übergangsprovisorium steht bereit, freut sich Michael Kulhanek von der Verwaltungsleitung in einer Pressemitteilung.

Das Pfarrheim Sankt Josef in Töging war schnell im Blick der Verantwortlichen. Verwaltungsleiterin Karin Löw und Kirchenpfleger Johann Steckermeier hatten selbst das Gebäude ins Gespräch gebracht. Nach ersten Besichtigungen durch den Kita-Verwaltungsleiter Michael Kulhanek war klar, dass es das Gebäude werden wird: Es ist zentral, bietet die notwendigen räumlichen Rahmenbedingungen und kann alle vier Kindergartengruppen an einem Standort beherbergen.

In gerade einmal zwei Wochen mussten nun behördliche Formalien erfüllt werden, die normalerweise Wochen, wenn nicht sogar Monate in Anspruch nehmen. Nutzungsänderung durch das Bauamt, Anpassung des Brandschutzes, kleinere Umbaumaßnahmen, Antrag auf Betriebserlaubnis beim Amt für Jugend und Familie waren Hürden, die bewältigt werden mussten.

Alle Formalien innerhalb von zwei Wochen gelöst, weil alle an einem Strang gezogen haben

Jetzt kam die erlösende Nachricht, dass das Provisorium genutzt werden kann und die notwendigen Freigaben vorliegen. „Diese Geschwindigkeit war nur möglich, weil alle an einem Strang gezogen haben“, freut sich Michael Kulhanek.

Nach den notwendigen Formalien stand der Umzug auf dem Programm. Ein viergruppiger Kindergarten musste mit Möbeln, Materialien und Inventar von St. Johann Baptist in das rund drei Kilometer entfernte Provisorium transportiert werden. Am Samstag haben sich dazu eine starke 50-köpfige Mannschaft, bestehend aus dem KindergartenPersonal, dem Elternbeirat, Eltern und Großeltern zusammengefunden. Verstärkt wurde der Umzugstrupp durch eine Gruppe der Töginger Feuerwehr, die mit zwei Lastwagen anrückte.

Nach zweieinhalb Stunden war das Pfarrheim in einen Kindergarten verwandelt worden.

Helfer und ihr Tatendrang waren überwältigend

Es dauerte gerade einmal zweieinhalb Stunden und der gesamte Umzug war abgeschlossen. Kita-Verwaltungsleitung Michael Kulhanek und Kita-Leitung Olga Wunsch waren überwältigt von der Anzahl der Helfer und dem Tatendrang.

„Obwohl der Anlass kein schöner ist, so ist diese Maßnahme ein Zeichen, wie Gemeinschaft und Zusammenhalt funktionieren. Und das haben die Töginger in den vergangenen zwei Wochen überwältigend unter Beweis gestellt. Wenn es um die Kinder geht, dann halten alle zusammen und schaffen manchmal sogar das scheinbar Unmögliche“, so Kita-Verwaltungsleiter Michael Kulhanek.

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Das Übergangsprovisorium im Pfarrheim Sankt Josef besteht aus einem großen Saal, der von der Firma Beierl und Demmelhuber durch eine Trennwand in zwei Gruppenräume getrennt wurde, dem ehemaligen Stüberl, das nun für die Zwergerlgruppe als Gruppenraum dient, zwei Büros, die verbunden durch den Spielflur, zusammen als Gruppenräume dienen. Dazu kommen eine Küche, der Garten mit Rasen- und Pflasterfläche für Kinderfahrzeuge.

In unmittelbarer Nähe zum Provisorium befinden sich zudem zwei Spielplätze, die von den Kindergartengruppen jederzeit aufgesucht werden können.

Dieses Provisorium wird solange genutzt, bis klar ist, wie es weitergehen kann. Für das Provisorium habe man eine vorübergehende Betriebserlaubnis, die maximal ein Jahr gültig ist, sagt Michael Kulhanek. Derzeit werden alle Optionen ergebnisoffen geprüft. Das heißt, ob mittelfristig möglicherweise ein Container- oder Hüttenprovisorium in Frage kommen könnte. Zudem ist zu prüfen, ob langfristig beispielsweise der Kindergarten St. Johann Baptist saniert werden kann oder ein Neubau in Frage kommt. Hierzu werden in den nächsten Wochen wichtige Abstimmungen zwischen Kirchenstiftung, Erzbischöflichen Ordinariat, Kita-Verbund und der Stadt Töging stattfinden.

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