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Heikles Thema aus dem Außenbereich der Stadt

Was wird aus dem Baudenkmal "Stadel" in Engfurt?

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Töging: Eine Bauvoranfrage zu einem unter Denkmalschutz stehenden Gebäude beschäftigte den Töginger Stadtrat auf seiner jüngsten Sitzung länger als gedacht. Das lag wohl am Thema der Anfrage.

„Es ist ein schwieriges Bauvorhaben“, sagte Bürgermeister Dr. Tobias Windhorst zu Beginn und erklärte weiter: „Das ist kein kleiner Anbau“. Es geht um eine Nutzungsänderung und Instandsetzung des bestehenden Stadels in Engfurt mitsamt einem geplanten Anbau an selbigen. Büros und Angestelltenwohnungen eines Ingenieurbüros mit 20 Mitarbeitern sollen da rein.

Die Probleme verwaltungstechnischer Art:

  • Der bestehende Flächennutzungsplan müsste geändert werden. Das Gelände ist im Moment noch als „Fläche für die Landwirtschaft“ ausgewiesen, das Gebäude nicht an die Kanalisation angeschlossen.
  • Der Stadel und das Hauptgebäude sind beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege als Baudenkmal registriert. Ein Auszug: „Barockisierender Walmdachbau (…) mit Volutengiebel und Kastenkern (…) mit Zwerchhaus, erbaut 1890, Umbau um 1910“. Auch der Stadel wird darin erwähnt als „(…) massiver Satteldachbau (…) wohl spätes 19. Jahrhundert.

Was wird aus dem Baudenkmal "Stadel" in Engfurt?

Da ran zugehen mit einem Um- und Anbau erfordere „durchaus ein wenig mehr Hirnschmalz“, so Windhorst, bevor er zur Diskussion im Stadtrat aufrief. Zuletzt erinnerte er aber auch noch einmal daran, dass es sich hier um eine Bauvoranfrage handelt. Der vorbereitete Beschlussvorschlag lautete dementsprechend auf „Der Stadtrat nimmt die Bauvoranfrage zur Kenntnis und erteilt das gemeindliche Einvernehmen zur Nutzungsänderung und Instandsetzung des Stadels mit Büronutzung und Angestelltenwohnung sowie das gemeindliche Einvernehmen zum Büroanbau“.

Was heißt das ganz konkret?

Im Prinzip heißt das nix. Mit seiner Stimme für den vorliegenden Beschlussvorschlag übernahm ein Stadtrat in diesem Fall keinerlei weitreichende Entscheidung, besiegelte damit nicht, dass etwas so und so gemacht wird. Warum? Es handelt sich um eine Bauvoranfrage. Konkrete Baupläne gibt es folglich nicht. Jede Diskussion um was, wer, wo und wie und schließlich wenn ja, warum nicht, stellte sich bei dieser Abstimmung nicht. Wohl am wichtigsten ist aber die Tatsache, dass baurechtlich hier nicht die Stadt Töging sondern das Landratsamt Altötting zuständig ist.

In der Abstimmung ging es einfach nur um eine Kenntnisnahme der Bauvoranfrage und ein „Ja, das soll jetzt das Landratsamt entscheiden“. Dennoch wurde in der jüngsten Sitzung des Töginger Stadtrats lange diskutiert. Dass Engfurt erhaltenswert ist, sei keine Frage aber der Flächennutzungsplan gehe hier vor, um nur eine kritische Stimme zu nennen.

Es ist der Klassiker einer Einzelfallentscheidung, der auf hier vorliegt“, sagte Bürgermeister Windhorst im Hinblick auf das, was hier möglicherweise auf den Stadtrat zukommt. Zuletzt hat dieser den Beschluss mit 16:3 Stimmen gefasst und diese Bauvoranfrage damit zur Kenntnis genommen und sein Einvernehmen erteilt.

Rubriklistenbild: © Raphael Weiß

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