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Kraftwerksneubau in Töging am Inn: Wirklich kleiner als geplant?

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Kraftwerksneubau in Töging am Inn: Wirklich kleiner als geplant? Wir klären auf.
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Töging - Kleiner als ursprünglich geplant soll es werden, das neue Wasserkraftwerk der „VERBUND Innkraftwerke“. Im Moment sieht es in der Region nicht danach aus. Wir klären auf.

Schon seit einiger Zeit laufen die Vorarbeiten für das neue Wasserkraftwerk in Töging im Inn. Kleiner als ursprünglich geplant soll es werden, bei gleichzeitig höherer Effizienz. So sollen nach Fertigstellung drei Turbinen mehr Strom liefern als die 14 von 15, die derzeit im bestehenden Kraftwerk in Betrieb sind. Aber was genau passiert da im Moment entlang des Innkanals und an der Baustelle in Töging? Wir klären auf.

Wasserspiegel erhöhen

Damit das neue Kraftwerk in Töging die Kraft des Wassers möglichst effizient verstromen kann, ist eine Erhöhung des Wasserspiegels im Innkanal nötig. Ganze 70 Zentimeter mehr sollen es sein. Deswegen wird derzeit entlang des Innkanals gebaut: Die Betonwände rechts und links müssen erhöht werden.

Intaktes Biotop erhalten

Naturschützer sehen offenbar ein Problem darin, dass das obere Erdreich für die Erhöhung der Betonwand des Innkanals abgetragen wird. Ein intaktes Biotop für teilweise seltene Tier- und Pflanzenarten könnte verloren gehen, heißt es. Die „VERBUND Innkraftwerke“ wollen nach eigener Auskunft dafür Sorge tragen, dass dem nicht so ist. So erklärt Unternehmenssprecher Wolfgang Syrowatka auf Nachfrage von innsalzach24.de, dass man dieses Erdreich sorgsam auf einer Art Arbeitsstreifen entlang des Innkanals zwischenlagere, um es später wieder aufzubringen. Danach werde regional typisches Saatgut ausgebracht, um den Urzustand so gut wie möglich wiederherzustellen. 

Höchfeldener Kanalbrücke anheben

Mit der Erhöhung des Wasserspiegels im Innkanal steht fest, dass die Höchfeldener Kanalbrücke ebenfalls erhöht werden muss. Von ganzen 150 Zentimetern ist dabei die Rede. Auf die Stadt Töging würden hier abzüglich Fördergelder rund 100.000 Euro an kosten zukommen, berichtet der Mühldorfer Anzeiger. Es gebe mehrere Brückenbauwerke, die angehoben werden müssen, so Syrowatka im Gespräch mit innsalzach24.de. Ein Hauptgrund sei, dass die Wasserwacht im Einsatzfall auf dem Innkanal mit ihren Einsatzbooten immer noch auf dem Wasser unten durch fahren kann.

Containerdorf errichten

Ein weiteres Thema in Töging kam auf der Januarsitzung des Stadtrates ins Gespräch: Wer ist baurechtlich für die ersten Maßnahmen an der Baustelle in Töging verantwortlich? Wie die PNP berichtete, gab es im Stadtrat Verwirrungen wegen eines „riesigen Containerdorfes“ das da entstanden sein soll. Auf Nachfrage von innsalzach24.de erklärt Unternehmenssprecher Wolfgang Syrowatka, dass es sich hierbei um Bau vorbereitende Maßnahmen handle, die gesetzlich geregelt verfahrensfrei - zum leichteren Verständnis: genehmigungspflichtig - sind. Auch die Arbeiten am Kanal würden dazu gehören.

Der Start des eigentlichen Kraftwerkneubaus solle noch 2019 erfolgen, so Syrowatka weiter. Die "VERBUND Innkraftwerke" würden noch auf die endgültige Zulassung - also die Startfreigabe - warten. Das mag nach einem Weg zurück klingen aber der ist ausgeschlossen. 

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