"Verbund" investiert in das Wasserkraftwerk in Töging

Wasserkraft in Töging: Das sind die Pläne

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Töging - Der Landtag hatte den Weg bereits freigemacht für mehr Wasserkraft in Töging. Jetzt hat das Unternehmen "Verbund" das weitere Vorgehen präsentiert.

Das österreichische Unternehmen "Verbund" möchte im großen Stil in die das Wasserkraftwerk in Töging und das Stauwehr in Jettenbach investieren. Wie bereits berichtet, soll sich das Investitionsvolumen auf rund 200 Millionen belaufen. In einem ersten Schritt hatte der Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags der für das Vorhaben notwendigen Anpassung der bestehenden Rahmenverträge zugestimmt und damit den Weg quasi freigemacht für mehr Wasserkraft in Töging. Dass es noch ein weiter Weg ist, bis im Töginger Kraftwerk tatsächlich mehr Strom erzeugt wird, wurde jetzt deutlich, als Verbund - seit 2009 Eigentümer der Innkraftwerke - das weitere Vorgehen erläuterte.

Was passiert nun?

Wie das Unternehmen mitteilte, sollen nun die Untersuchungen vertieft werden, ob und wie das bereits in den zwanziger Jahren gebaute Kraftwerk mit moderner Technik ausgestattet werden kann. "Es sind noch einige sehr wichtige Randbedingungen in der Anfangsphase abzuklären. Neben den rechtlichen und technischen Restriktionen müssen wir die ökologischen Erfordernisse und die Belange des Denkmalschutzes berücksichtigen. Wenn wir alle diese Aspekte auf den Tisch gebracht haben, können die Planer und Ökologen mit ihrer Arbeit beginnen und wir das Vorhaben weiterentwickeln", sagte Verbund-Projektleiter Bernhard Gerauer. Alle erforderlichen Genehmigungen sollen 2014 und 2015 gesammelt und Ende 2015 bei der zuständigen Genehmigungsbehörde eingereicht werden.

Welches Potential hat das Kraftwerk?

Läuft alles so, wie es das Unternehmen beabsichtigt, könnte die Leistung des Wasserkraftwerks deutlich erhöht werden. "Wenn unsere ersten Überlegungen auch bei einer vertiefenden Planung umsetzbar sind, können wir künftig rund 35.000 private Haushalte zusätzlich mit Strom aus heimischer Wasserkraft versorgen. Und das ohne zusätzliches Querbauwerk", führte Gerauer aus.

Was bedeutet das Projekt für die Umwelt?

Nach Angaben von Dr. Patrizia Dreier, im Projekt mit den ökologischen Maßnahmen betraut, werde die Bauzeit ein "temporärer Eingriff" sein. Maßnahmen wie anderorts am Inn bereits umgesetzt, möchte Verbund auch in Töging und Jettenbach realisieren. Denkbar sind also Fischwanderhilfen, Kiesbänke, die Wiederanbindung und Entlandung von Altarmen des Flusses sowie Uferrückbau. Grundsätzlich sieht das Unternehmen "zwischen Jettenbach und Töging noch viele Möglichkeiten zur Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen", so Dreier. Langfristig soll der Inn zwischen Rosenheim und Stammham ökologisch vollständig durchgängig sein. Die dazu erforderlichen Fischwanderhilfen befinden sich Unternehmensangaben zufolge derzeit in der Planung oder schon in Bau.

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