Der Töginger Jugendtreff zieht um

Teenies machen jetzt auf "Erwachsenen-Bar"

  • schließen

Töging - Ab dem 1. Dezember hat der Jugendtreff eine neue Adresse. Ab dann läuft der Mietvertrag mit dem Eigentümer des „Kleemens“, einer ehemaligen Bar in der Innstraße. Es war eine einstimmige Entscheidung im Stadtrat auf dessen jüngster Sitzung aber nicht ohne Diskussionsstoff.

Rund ein Jahr ist der Jugendtreff jetzt in einem Gebäude an der Hauptstraße untergebracht. Sogenannte offene Jugendarbeit wird hier geleistet. „Rent a Sozpäd“ machte es möglich: „Seit dem 15. September ist die Jugendpflegerin Kathrin Jira, (…) aus Altötting, beim Kreisjugendring für das Projekt (…) angestellt“, schrieb dieser auf seiner Internetseite. „Ziel des Projekts ist es, in den beiden (Kommunen) einen offenen Jugendtreff aufzubauen und zu etablieren.“ Seither teilen sich die Gemeinde Garching und die Stadt Töging eine Jugendpflegerin:

„Rent a Sozpäd“ in Töging und Garching:

  • Der Jugendtreff in Garching befindet sich in der Rupertistraße 1 und ist jeweils dienstags und mittwochs von 14 - 19 Uhr geöffnet.
  • Der Jugendtreff in Töging befindet sich (noch) in der Hauptstraße 5 und ist jeden Montag und Donnerstag von 14- 19 Uhr geöffnet.
  • Die Öffnungszeiten am Freitag finden im 14-tägigen Wechsel statt und sind von 13:30 bis 20 Uhr.

Von der Haupt- in die Innstraße:

Im Wesentlichen geht es darum, die Jugendlichen „weg von der Straße“ zu bekommen, weg von der Hauptstraße, um genau zu sein. Außerdem gibt es im bisherigen Jugendtreff nur eine Toilette. Im „Kleemens“, einem ehemaligen gastronomischen Betrieb, sind es natürlich zwei. Jugendpflegerin Kathrin Jira sieht noch weitere Vorteile. So gibt es beispielsweise eine Küche im „Kleemens“. Von Pizza bis zu Plätzchen – die Jugendlichen können hier bei Interesse auch Kochen und Backen. Außerdem habe eine ehemalige Bar einen Status von „cool“ weil „Erwachsenen-Bar“ bei ihrer Klientel.

„Warum nicht gleich so?“

Insbesondere die parteilose Stadträtin Gitti Gruber ärgerte sich darüber, warum man den von ihr und anderen bereits vor rund einem Jahr gemachten Vorschlag mit dem „Kleemens“ jetzt wieder ins Zentrum gerückt hat mit denselben Argumenten wie damals.

Die Gründe dafür dürften wohl bei den Finanzen liegen. „Es war die damals beste Lösung“, sagte beispielsweise Stadtrat Christoph Joachimbauer (CSU) als Antwort. 

  • Die Miete für den „neuen“ Jugendtreff im „Kleemens“ beträgt 550 Euro pro Monat
  • Vorher waren es 250 Euro
  • Nach Abzug einer 1/3-Förderung durch den Kreisjugendring zahlt die Stadt jetzt 200 Euro mehr

Dafür gibt es neben den genannten Vorteilen auch mehr „Raum und Entfaltungsmöglichkeit“ und "Erwachsenen-Bar" hin oder her: Alkohol gibts hier selbstverständlich nicht.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Zurück zur Übersicht: Töging am Inn

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser