Abschlussitzung in Töging

Stadträte und Bürgermeister ziehen positive Bilanz für das Jahr 2019

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Auch wenn das Töginger Rathaus recht weihnachtlich erscheint, sind die ungeschmückten Fenster links deutlich zu erkennen. Hier wünschen sich die Stadträte die Bastelarbeiten der Kinder zurück.
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Auf der letzten Sitzung des Jahres herrschte unter den Töginger Stadträten schon beinah traute Weihnachtsstimmung. Lediglich die undekorierten Fenster des Rathauses bereiteten den Kommunalpolitikern im öffentlichen Teil der Sitzung Kummer.

Der sozialdemokratische Bürgermeisterkandidat Günter Zellner wünschte sich die mit Bastelarbeiten aus den Kindergärten geschmückten Fenster zurück. Darüber hinaus gab es auf der Sitzung von den Sprechern der drei Fraktionen insgesamt positive Jahresrück- und Ausblicke und die Öffnungszeiten der Grüngutsammelstelle wurden effizienter gestaltet. Eine Bürgerin regte zudem an, künftig ein zentrales städtisches Feuerwerk zu veranstalten. "Nachdem der Nachtragshaushalt 2019 in der Sitzung Ende November wegen der hohen Kosten der Wolfgang-Leeb-Straße nur gegen den Widerstand der SPD beschlossen wurde, fiel die letzte Weihnachtssitzung im Töginger Stadtrat vergleichsweise harmonisch ab.

Stadtrat Günter Zellner (SPD) wünschte sich wieder eine Weihnachtsdekoration im Rathaus. Auch andere Stadträte sprachen sich dafür aus, diese „schöne Tradtion“(Brigitte Gruber, FW) auch dieses Jahr fortzuführen. 

Bürgermeister Windhorst erinnerte, dass Kindergärten und Schulen dies in diesem Jahr aus Arbeitsüberlastung in der Weihnachtszeit abgelehnt hätten. Das Stadtoberhaupt erklärte, dass er bei verschiedenen Gelegenheiten erfolglos Freiwillige dafür geworben hätte.

Zwar gab es für die Töginger Stadträte auf der letzten Sitzung des Jahres kleine Präsente, eine schönere Bescherung wären im kommenden Jahr aber wohl die Bastelarbeiten von Kindern in den Rathausfenstern.

Bürgermeister Windhorst zog eine positive Bilanz über die insgesamt 28 Sitzungen der Gremien und des Plenums des Stadtrates im vergangenen Jahr. Neues Personal, wie die im Januar nachgerückte CSU-Stadträtin und Familienreferentin Petra Wiedenmannott und die seit Spätsommer tätige Bauamtsleiterin Michaela Ditzinger seien gut in Töging angekommen. Windhorst bedauerte allerdings die Versetzung des katholischen Pfarrers Albert Lang nach Trostberg. Städtische Bauten, wie die neue Zweifachturnhalle mit Kinderkrippe und die Wolfgang-Leeb-Straße konnten erfolgreich abgeschlossen werden. Auch private Bauvorhaben, wie der Neubau des Kanalkraftwerks oder die große Bungalow-Wohnanlage und die Erweiterung des Toerringhofs an der Hauptstraße befänden sich „auf dem besten Weg“. Windhorst erinnerte auch an zukunftsweisende Entscheidungen des vergangenen Jahres, wie die Beteiligungen an der Öko-Modellregion und der Wohnbaugesellschaft des Landkreises sowie an den Bürgerentscheid für den Gelben Sack. Er dankte den Stadträten und -Bediensteten für die gute Zusammenarbeit und brachte mit Blick auf die anstehenden Kommunalwahlen im März die Hoffnung zum Ausdruck, dass auch künftig alle „an einem Strang für die Stadt ziehen“.

CSU-Fraktionssprecher Christoph Joachimbauer lobte die Arbeit des Bürgermeisters in der vergangenen Legislaturperiode, der in den letzten Jahren „aus dem Gegenteil ein Klima des Aufschwungs geschaffen“ habe. SPD-Fraktionssprecher Werner Noske lobte die fraktionsübergreifende Zusammenarbeit im Stadtrat, kritisierte allerdings die hohen Kosten der Wolfgang-Leeb-Straße sowie die offene Jugendarbeit, die „nutzlos wie eine Zecke“ sei. Seiner Ansicht nach wäre das Geld besser bei den Töginger Vereinen aufgehoben, „die eine tolle Jugendarbeit leisten“. Noske dankte daher auch generell allen Ehrenamtlichen, die im vergangenen Jahr in Töging Verantwortung übernommen hätten. Fraktionssprecher Alexander Wittmann(FW) konnte den Vergleich mit einer Zecke nicht nachvollziehen, regte indes aber an, im kommenden Jahr eine weitere Entlastungsstraße für das Gewerbegebiet Innpark zu planen: „Man stelle sich nur mal vor, wenn die Inn- oder Werkstraße gesperrt werden müssen!“, so Wittmann. Nach seiner Idee könnte eine solche Straße „östlich des Freibades“ verlaufen. Er wünschte allen ein frohes Weihnachtsfest

Peter Becker

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