Kontaktstelle für Suchtkranke geplant

Töginger Stadtrat besichtigt Sporthallen-Baustelle

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Seit dem 9. September herrscht Betrieb im Krippen-Anbau.
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Töging - Endlich ist der Bodenlegertrupp in der neuen Töginger Schulsporthalle am Werk. Auch die anderen Arbeiten befinden sich bereits auf der Zielgeraden:

Umkleiden, Duschen und Toiletten wurden bereits gefliest und gemalert und die Holzarmaturen werden gerade eingebaut. Ebenso steht die Elektrik steht kurz vor der Fertigstellung. „Da werden wir aber ein kurze Einführung mit allen Nutzern machen müssen“, ließ Bürgermeister Tobias Windhorst die Stadträte bei der Ortsbegehung vor der Sitzung am Donnerstag wissen. Denn wie bei einem modernen Gebäude üblich, wird es eine Schaltung mittels eines Schlüssels geben, wodurch im gesamten Gebäudeteil die nicht mehr notwendigen elektrischen Verbraucher abgestellt werden. 

Töginger Stadtrat besichtigt Baustelle der Sporthalle

Verwirrung hatte es diesbezüglich schon einmal im neuen Anbau mit der Kinderkrippe gegeben, wo der Betrieb Anfang des Monats, wie geplant, los ging: es wurde kurzzeitig ein Stromausfall vermutet. Wie schön die neue Krippe geworden ist, davon überzeugten sich die Stadträte im Anschluss noch. Immerhin gab es auf der anschließenden Sitzung einen informellen Beschluss zu fällen, ob die Stadt Töging eine weitere Krippe in der Regenbogen-Kindertagesstätte unterstütze: Pfarrgemeinderat Rainer Weingartner von der evangelischen Pfarrgemeinde St. Johann Baptist hatte schon vor zwei Wochen beim Hauptausschuss angefragt, ob überhaupt Bedarf für eine weitere Krippe in Töging bestehe. 

Aktuell sind in dem Kindergarten Platz für 100 Regelplätze, die um 12 Krippenplätze und entsprechende Räumlichkeiten erweitert werden könnten, wenn dies rechtzeitig bei der Planung der notwendigen Renovierung des Gebäudes berücksichtigt werden kann: „Man könnte das Erdgeschoß bei der Grundsanierung entsprechend umbauen. Ein Anbau ist jedoch nicht geplant!“, erklärt Rainer Weingartner auf Nachfrage von innsalzach24.de. Fest steht jedenfalls bereits, dass die Kindergartengruppen während der Renovierung in Wohncontainern untergebracht sein werden. Im Stadtrat jedenfalls gab es keine Einwände gegen die Überlegungen der evangelischen Kirchengemeinde. 

Kontaktstelle für Suchtkranke geplant

Ebenso begrüßte der Stadtrat fraktionsübergreifend, die Planungen der Fachambulanzen für Suchtprobleme aus Altötting und Mühldorf, sowie des Vereins Brücke e.V. aus Burghausen, nun in Töging auf 293 Quadratmeter eine landkreisübergreifende Kontaktstelle für Suchtkranke einzurichten. Dort, wo früher eine Schlecker-Filiale war, soll daher nun entsprechend umgebaut werden. 

„Es wird keine Fixerstube werden!“, erklärte Albert Seitz, Leiter der Altöttinger Fachambulanz. Seine Kollegin von der Caritas in Mühldorf, Alexandra Bohn wiederum meinte: „Man muss die Hemmschwellen so niedrig wie möglich setzen, damit Süchtige sich überhaupt zu uns trauen“. Nach der Idealvorstellung der beiden Einrichtungsleiter sollten in dem Gebäude in der Wolfgang-Leeb-Straße 16 gleichzeitig auch noch zwei Sozialwohnungen für Suchtkranke entstehen. 

Im Tenor gab es keine Gegenstimmen gegen das Vorhaben. Ganz im Gegenteil begrüßten alle Wortmeldungen das Vorhaben. SPD-Bürgermeisterkandidat Günther Zellner ging sogar so weit, bereits zu fragen, was denn zusätzlich von der Stadt benötigt würde. Dazu meinte Richard Steffke von der Caritas Mühldorf: „Wenn Sie schon so fragen: die Ersteinrichtung wäre eine tolle Sache!“

pbj

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