Stadtrat sagt Ja zu "Einkaufen am Harter Weg"

Edeka kommt, das Volksfest muss weichen

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Der Stadtrat stellt die Weichen für das Einkaufszentrum am bisherigen Volksfestplatz. Für die Wiesn gibt es bislang keinen neuen Standort, Favorit ist ein Areal an der Autobahn.
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Töging - Der Stadtrat hat die Weichen gestellt für das Einkaufszentrum am Harter Weg. Das Volksfest muss also wohl weichen, die Standortfrage wird damit akut.

Mit lediglich zwei Gegenstimmen hat der Töginger Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung den Entwurf des Bebauungsplans "Einkaufen am Harter Weg" beschlossen, die Pläne werden damit erneut ausgelegt. Wichtiger Eckpfeiler des Konzepts ist die Errichtung eines Edeka-Marktes. Das Gesamtprojekt ist nicht gerade unumstritten, insbesondere einige Anwohner kritisieren das Vorhaben, unter anderem wegen des ihrer Meinung nach zu geringen Lärmschutzes.

Wohin zieht jetzt das Volksfest?

Sollte der Edeka tatsächlich kommen, wird für das Töginger Volksfest, das bislang am Harter Weg stattfand, dort kein Platz mehr sein. Die Suche nach einem neuen Standort läuft längst, gestaltete sich bislang aber als schwierig. So war zunächst ein Standort im Einmündungsbereich der Äußeren Steinstraße in den Straßenzug "An der Bahn" hoch gehandelt worden. Bei einer detaillierten Analyse acht möglicher Standorte schnitt dieser Standort jedoch am schlechtesten ab. Sieger der Auswertung wurde ein Areal zwischen Amperstraße und A94. Ein endgültiger Beschluss zugunsten eines Standorts ist jedoch noch nicht gefallen.

Der - nach Angaben der Stadtverwaltung unveränderte - Stand ist, dass der Stadtrat dem Bürgermeister einen sogenannten Auftrag ohne ausdrücklichen Beschluss erteilt hat, sich um den Standort an der Autobahn zu bemühen. Wie Bürgermeister Horst Krebes nach der damaligen Stadtratssitzung gegenüber innsalzach24 erklärte, ergäben sich aus dem Standort an der Autobahn ganz neue Möglichkeiten für das Töginger Volksfest. "Möglicherweise ergeben sich neue Ideen", sagte Krebes. Zudem könnte der neue Standort als Mehrzweckplatz genutzt werden. "Das ist eine riesige Chance", so der Bürgermeister damals.

Volksfest schon mehrfach infrage gestellt

Noch scheint allerdings nicht sicher, ob es 2014 überhaupt ein Töginger Volksfest geben wird. Wie der Alt- Neuöttinger Anzeiger berichtete, hat Krebes im nichtöffentlichen Teil der Dezembersitzung des Hauptausschusses mit dem Gedanken gespielt, das Töginger Volksfest 2014 abzusagen. Nach fraktionsübergreifendem Widerspruch sei der Bürgermeister beauftragt worden, doch in Planungen zu gehen - allerdings ohne einen konkreten Ort oder Zeitplan festzulegen.

Wie bereits berichtet, hatten schon im September einzelne Stadträte vorgeschlagen, das Töginger Volksfest ganz abzuschaffen oder zumindest die Bürger zu befragen, ob ihnen das Volksfest noch gefalle.

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