Töging auf dem Prüfstand

Erster Bürgermeister Tobias Windhorst zu den Ergebnissen der Leserumfrage

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Die große Leserumfrage zu Töging. Das sagt der Erste Bürgermeister Dr. Tobias Windhorst dazu:
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Töging - „Man kann sich nicht immer nur die Rosinen rauspicken“, sagt Tobias Windhorst, Erster Bürgermeister der Stadt Töging auf Nachfrage von innsalzach24.de zu den Ergebnissen der großen Leserumfrage im Mai. Es gehe ihm um das Verständnis der Zusammenhänge, warum etwas so ist, wie es ist.

"Wer A will, könne nicht immer automatisch gleich B erwarten." Das ist das Thema. Darum geht es dem Ersten Bürgermesiter der Stadt Töging, Dr. Tobias Windhorst im Gespräch mit innsalzach 24.de zu den Ergebnissen der großen Leserumfrage im Mai.

Eigentlich ist Tobias Windhorst nach eigenen Angaben recht entspannt, was Töging betrifft, das große Ganze, das die noch junge Stadt am Inn ausmacht. Stolz sei er, in Töging aufgewachsen zu sein und sich jetzt zusammen mit dem Stadtrat um die ehrenvolle Aufgabe kümmern zu dürfen, Töging in die Zukunft zu führen. „Es ist alles da, was muss“, sagt er, „und wir werden weiter daran arbeiten, dass das Leben in unserer Stadt noch besser wird.“

Es gibt noch viel zu tun

innsalzach24.de hatte die Töginger gefragt, was sie toll finden und was sie nervt in ihrer Stadt. Herausgekommen ist ein bunter Mix aus den Bedürfnissen, Sorgen und Nöten des Alltags, sowohl auf der PRO-, als auch auf der CONTRA-Seite: Es gab sehr viel Positives für „Die junge Stadt voller Energie“, wie es auf der Internetpräsenz von Töging auf der Startseite zu lesen ist, aber – so scheint es – es gibt noch viel zu tun.

Töging ist einer ersten Auswertung dieser, freilich nicht repräsentativen aber dennoch in ihren Ergebnissen äußerst bemerkenswerten Umfrage nach, eine Sommerstadt aber nicht für Modefans. Des Weiteren würden Fachärzte fehlen, das Volksfest wird offenbar schwer vermisst und Strom und Wasser seien zu teuer.

Verständnis aber mit einem großen „aber“

Er verstehe alle Punkte aus den Top 5 von „Das ist toll“ und „Das nervt“ sehr gut, so Windhorst aber er erinnert daran, dass beispielsweise so etwas wie die schnelle Anbindung an Mühldorf und Altötting im Umkehrschluss natürlich Defizite für die Lebensqualität in Töging bedeute. So würden gerade Fachärzte nur schwer in die Stadt zu holen sein, seien doch die entsprechenden -zentren in Mühldorf und Altötting eben so schnell zu erreichen. Die wiederum haben laut Windhorst gerade aufgrund dieser Anbindung auch nachvollziehbar eher weniger Gründe/Interesse, sich mit ihrer Praxis in Töging anzusiedeln. Im Rahmen verfügbarer Förderungsmöglichkeiten wäre durchaus eine Unterstützung seitens der Stadt für eine solche Ansiedelung möglich aber insbesondere den in der Umfrage bemängelten Frauenarzt nach Töging zu bekommen: schwierig.

Das gelte auch für die von den Lesern bemängelten, fehlenden Fachgeschäfte für Mode. Die gibt es in Altötting und in Mühldorf und Töging liegt einfach dazwischen mit seiner schnellen Anbindung mit dem Auto in Richtung beider Städte. Nicht, dass die Verantwortlichen der Stadt kein Schuhgeschäft in Töging haben wollen würden, so Windhorst. „Die siedeln sich hier einfach nicht so gerne an“.

Vorläufiges Fazit:

In Töging gibt es viel Schönes, wie etwa das Freibad oder die Eisdiele. Leider stehen viele Geschäfte leer. Eine Tatsache, die natürlich auch den Verantwortlichen im Rathaus längst bekannt ist. Töging ist demnach offenbar eine Stadt für junge Familien. Grundstückspreise scheinen niedrig, die nahe Autobahn macht Pendeln nach allen Richtungen und eben für alle Bedürfnisse kurz und angenehm.

Ergo: Töging ist jung, wie es auf der Homepage der Stadt steht aber das ist ganz offenbar nicht die Garantie immer auch alles direkt im Ort zu haben und schon gar nicht gleich vor der Haustür. Wie vielerorts gilt es also auch in Töging: Es kommt darauf an, was man will. Schön und überschaubar zu günstigen Preisen oder tief in die Tasche greifen müssen, damit wirklich alles vor Ort ist.

Weitere Artikel zu den Details der Umfrage und was zu den angesprochenen Themen getan wird, folgen

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